Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften
der Hansestadt Lüneburg
Die Hansestadt Lüneburg pflegt seit langer Zeit intensive Partnerschaften mit mehreren Städten im In- und Ausland. Jede hat ihre Besonderheiten, das macht sie so interessant.
Die Verwaltung und der Rat der Hansestadt haben dabei eine Maxime: Die Menschen aus den verschiedenen Ländern oder Regionen sollen sich kennen lernen und Freundschaft schließen. Administrative Begegnungen sind wichtig, aber längst nicht alles.
Hier finden Sie einen Überblick über Lüneburgs Partnerstädte, befreundete Städte und weitere Verbindungen zu anderen Städten in Deutschland und international.
Hansestadt Lüneburg
Fachbereichsleiterin Kultur
Heike Horn
+49 4131 309-3127
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Lüneburg und die Hanse
Der Hansebund der Neuzeit – ein großes europäisches Netzwerk
Seit 2007 trägt Lüneburg offiziell den Titel „Hansestadt“ und verweist damit auf seine Mitgliedschaft in der mittelalterlichen Hanse. Die Salzstadt war ein wichtiges Mitglied in dem Kaufmanns- und Städtebund – und auch eines der reichsten.
Der sogenannte Hansetag, ausgerichtet ab 1356, war die oberste Instanz der Gemeinschaft. Dort kamen Vertreter der Hansestädte zusammen, um geschäftliche, politische und organisatorische Angelegenheiten zu besprechen.
Die moderne Hanse steht für Vielfalt und Begegnung
Mit dem internationalen Städtebund DIE HANSE, gegründet 1980, sind diese Verbindungen heute im kulturellen Sinne wieder lebendig. Der Städtebund hat fast 200 Mitglieder in 16 europäischen Ländern. Alle diese Städte gehörten entweder zur historischen Hanse oder standen in Beziehung zu ihr. Auch Lüneburgs Partnerstadt Tartu ist Mitglied im Hansebund.
Jedes Jahr richtet eine Mitgliedsstadt den Internationalen Hansetag der Neuzeit aus, ein mehrtägiges Fest der Vielfalt und Begegnung, an dem auch Lüneburg immer mit einer Delegation teilnimmt.

2025 war Lüneburg wie jedes Jahr beim Internationalen Hansetag vertreten – diesmal in Visby (Schweden).
Foto: Hansestadt Lüneburg
Hansetag 2012 in Lüneburg: Ein großes Fest der Kulturen
Lüneburg selbst war im Sommer 2012 Gastgeberin des 32. Internationalen Hansetages unter dem Titel „Verbindungen leben – Netzwerk Hanse“. Bei schönstem Wetter erlebten gut 200.000 Besucher:innen an vier Veranstaltungstagen ein Fest der Kulturen. Die Gäste ließen sich vom Hansemarkt, dem großen Bühnenprogramm und den Musik- und Tanzgruppen der Gaststädte begeistern.
Das Veranstaltungsjahr 2012 war nicht willkürlich gewählt: 1412 hatte letztmals der historische Hansetag in Lüneburg stattgefunden. 2012 jährte sich dieses Ereignis somit zum 600. Mal.


Beim Hansetag 2012 kamen in Lüneburg Delegationen aus mehr als 100 europäischen Hansestädten zusammen.
Foto: Hansestadt Lüneburg
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Solidaritätspartnerschaft mit Bila Zerkwa
Kontakt, Hilfe und Austausch
Bila Zerkwa ist eine Universitätsstadt in der Ukraine, Heimat von rund 230.000 Einwohner:innen und hat eine über 1000-jährige Stadtgeschichte. Sie liegt rund 80 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Kiew und rund 1.700 Kilometer von Lüneburg entfernt.
Seit März 2023 verbindet Lüneburg eine Solidaritätspartnerschaft mit Bila Zerkwa. Solidaritätspartnerschaften ermöglichen deutschen Kommunen während des Angriffskrieges von Russland partnerschaftliche Beziehungen mit ukrainischen Städten aufzubauen. Bereits seit einigen Jahrzehnten besteht eine Verbindung der Stiftung Hof Schlüter (Familie Novotny) in Lüneburg mit Bila Zerkwa.
Städtepartnerschaft als Ziel
Das langfristige Ziel Lüneburgs ist eine Städtepartnerschaft mit Bila Zerkwa. Es sollen neben humanitärer Hilfsleistungen auch wirtschaftliche Kontakte entstehen, Kulturaustausch stattfinden und der Aufbau kommunaler Verwaltungsstrukturen in Vorbereitung des EU-Beitritts der Ukraine erleichtert werden.
Im November 2023 besuchte eine ukrainische Delegation unter Leitung des Bürgermeisters Gennadii Dykyi das Lüneburger Rathaus. Eine weitere Delegationsreise der Ukrainer:innen in die Hansestadt soll 2026 geplant werden.
Derzeit befinden sich zwei Vereine in Lüneburg in der Gründung:
- Ein Verein engagierter Ukrainer:innen möchte sich schwerpunktmäßig um die soziale, psychologische und kulturelle Unterstützung der geflüchteten ukrainischen Familien in Lüneburg und Region kümmern.
- Die Gründung einer Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft soll die Partnerschaft auf Bürgerseite voranbringen, und nach Beendigung des Krieges in der Ukraine in eine Städtpartnerschaft mit Bila Zerkwa münden.

Bürgermeister Gennadii Dykyi besuchte im November 2023 mit einer Delegation aus seiner Stadt Bila Zerkwa das Lüneburger Rathaus.
Foto: Hansestadt Lüneburg
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Miteinander in Europa
Städtepartnerschaft mit Izola, Timisoara und Kifissia
Miteinander in Europa e. V. hat für Lüneburg eine Städtepartnerschaft mit Kifissia (Griechenland), Izola (Slowenien) und Timişoara (Rumänien) koordiniert. Diese projektbezogene Partnerschaft dauert vom 1. Januar 2024 bis zum 30. September 2025.
Das übergeordnete Thema lautet „Die Zukunft Europas gestalten – Mein Bild vom Frieden“.
Im Rahmen dieser Städtepartnerschaft hat Miteinander in Europa e. V. das erste internationale Treffen in Lüneburg organisiert. Ein weiteres Meeting fand im Mai 2025 in Izola statt, das Abschlusstreffen schließlich im September 2025 in Timişoara.
Die Teilnehmenden haben in Timişoara ein Impulspapier für dieses Projekt verabschiedet. Es enthält Stimmen aus allen Städten. Hier steht das Impulspapier als Download zur Verfügung (PDF).
Weitere Infos auf der Website von Miteinander in Europa e. V.

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