Hansestadt will Streetwork in Lüneburg neu aufstellen
HANSESTADT LÜNEBURG. – Mehr Personal und mehr Kapazitäten – in den vergangenen Jahren hat die Hansestadt die aufsuchende Sozialarbeit in Lüneburg ausgeweitet, um sozialen Problemen in der Stadt angemessen zu begegnen.
Künftig sollen die Zeiten, in denen die Streetworker:innen unterwegs sind, erweitert werden, um noch besser auf die auch öffentlich geäußerten Bedarfe reagieren zu können. Das ist ein Baustein der jüngsten Ausschreibung zur Vergabe der aufsuchenden Sozialarbeit durch die Hansestadt.
Vergabe: Stadt ist in Gesprächen mit der Diakonie
Beworben hatte sich darauf der Lebensraum Diakonie, dessen Mitarbeitende die Aufgabe zuletzt im Auftrag der Stadt wahrgenommen haben. Der diesbezügliche Vertrag war zum Jahresende regulär ausgelaufen. Insbesondere aufgrund der neuen Leistungsanforderungen musste die Hansestadt die Vergabe der aufsuchenden Sozialarbeit neu ausschreiben – dazu ist sie rechtlich verpflichtet.
„Bedauerlicherweise hat das Angebot der Diakonie die Kriterien der Ausschreibung nicht erfüllt“, sagt Lüneburgs Sozialdezernentin Gabriele Scholz. „Das hat uns selbst überrascht. Nach den rechtlichen Vergabevorgaben waren uns die Hände gebunden. Gespräche mit Anbietern während des Verfahrens sind nicht möglich und darüber hinaus auch nicht erlaubt.“
Entsprechend der Vorgaben musste das Verfahren ohne Vergabe aufgehoben werden. In einem nächsten Schritt ist jetzt eine sogenannte Verhandlungsvergabe möglich. „Dazu befinden wir uns aktuell in Gesprächen mit der Diakonie, um hoffentlich schnellstmöglich zu einer guten Lösung im Sinne aller zu kommen“, sagt Sozialdezernentin Scholz. Dazu gehören aus Sicht der Stadt insbesondere verlässliche Einsatzzeiten und eine gute Erreichbarkeit.
Hilfsangebot für Menschen besteht weiterhin
Die zuständige Fachbereichsleiterin, Barbara David, betont mit Blick auf die aktuelle Situation: „Das Hilfsangebot für Menschen, die auf der Straße sind, besteht weiterhin – auch wenn aktuell die Mitarbeitenden der Diakonie nicht unterwegs sind.“
Mitarbeitende aus dem Fachbereich Soziales und Integration, Quartiersmanager:innen und die Kolleg:innen des Kommunalen Ordnungsdienstes sind im Lüneburger Stadtgebiet unterwegs und in den Quartieren unterwegs. „Sie haben die Menschen im Blick und unterbreiten ihnen Angebote. Jedoch ist der freie Wille zu respektieren, wenn Hilfsangebote nicht angenommen werden“, sagt David.
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