Nachhaltiger Urbaner Mobilitätsplan
Ziele, Strategien und Maßnahmen für die kommenden zehn bis 15 Jahre

Foto: Hansestadt Lüneburg
Der Nachhaltige Urbane Mobilitätsplan (kurz: NUMP) ist ein integriertes Mobilitätskonzept für die Hansestadt Lüneburg. Er ist ausgerichtet an den Leitlinien der europäischen SUMPs (Sustainable Urban Mobility Plans).
Der NUMP definiert Strategien, Ziele und Maßnahmen für die Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung in der Hansestadt für die nächsten 10-15 Jahre (Zeithorizont 2040) und dient als Grundlage für das zukünftige Verwaltungshandeln.
Das Konzept wurde gemeinsam mit dem Mobilitätsgutachten des Landkreises (kurz: MOBG) entwickelt. Dieses hat sich das Ziel gesetzt, den ÖPNV auf Landkreis- und Hansestadtebene zu optimieren und zu verbessern.
Ein wichtiger Baustein bei der Erstellung des NUMPs war die Beteiligung von wichtigen Akteur:innen der Lüneburger Stadtgesellschaft. Einwohner:innen, Politiker:innen, Institu-tionen, Vereine, Wirtschaft und Wissenschaft konnten in jeder Phase im Prozess über verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten Rückmeldungen und Hinweise geben und sich in den Prozess einbringen.
Hansestadt Lüneburg
Bereich Mobilität
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Der erste Evaluationsbericht liegt vor
Aktuelle Mobilitätssituation und NUMP-Maßnahmen auf dem Prüfstand
Die Stadtverwaltung hat Anfang 2026 den ersten Evaluationsbericht zum Nachhaltigen Urbanen Mobilitätsplan (NUMP) veröffentlicht. Er gibt einen Überblick über wichtige Kriterien zur Mobilitäts- und Verkehrssituation im Stadtgebiet und zum aktuellen Stand der Umsetzung von NUMP-Maßnahmen.
Zunächst wird im Evaluationsbericht die aktuelle Mobilitätssituation anhand von verschiedenen Indikatoren erfasst und bewertet. Zu diesen Messwerten gehören Aspekte wie Radverkehrszählungen, Detailauswertungen der Unfälle, die Nutzung des StadtRAD oder Daten zum motorisierten Individualverkehr.
Eine besondere Rolle spielt die Entwicklung der Mobilitätsstationen: Aktuell gibt es in der Hansestadt 17 Stationen, die jeweils mindestens zwei unterschiedliche Mobilitätsangebote wie beispielsweise das StadtRAD und den Bus verbinden.
Weiterhin beschreibt der Evaluationsbericht den Stand, wie weit einzelne NUMP-Maßnahmen bereits umgesetzt sind.

Umsetzung der NUMP-Maßnahmen (Stand: Ende 2025)
Der Nachhaltige Urbane Mobilitätsplan (NUMP) umfasst insgesamt 30 sogenannte Maßnahmensteckbriefe. Der erste Evaluationsbericht weist bei 13 Maßnahmensteckbriefen bereits einen Fortschritt auf, vier wurden noch nicht begonnen. Die übrigen 13 Maßnahmensteckbriefe sollen erst ab 2026 oder später umgesetzt werden.
Relevante Projekte waren im Jahr 2025 unter anderem der barrierefreie Ausbau von acht Bushaltestellen sowie die Reduzierung von Hindernissen im Zuge der Radverkehrsförderung 3.0 und der Herstellung von vier neuen StadtRAD-Stationen.

Bei 13 von 17 Maßnahmensteckbriefen ist bereits ein Fortschritt zu verzeichnen. Vier Maßnahmensteckbriefe wurden noch nicht begonnen. Die übrigen 13 Maßnahmensteckbriefe des NUMP haben einen späteren Umsetzungsstart. Sie sind hier nicht abgebildet (Stand: Dezember 2025).
Grafik: Hansestadt Lüneburg
Umgesetzt:
- Anpassungsbedarfe Fortschreibung des Nahverkehrsplanes - Daueraufgabe (Ö2 )
- Haltestelleninitiative - Daueraufgabe (Ö6)
- Störungsarmes Radfahren – Daueraufgabe (R2)
teilweise umgesetzt:
- Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit - Daueraufgabe (K1)
- Zielgruppenspezifisches Mobilitätsmanagement - Daueraufgabe (K2)
- Vernetzte Mobilität (Ö7)
- Netzkonzeption Rad - Daueraufgabe (R1)
- Stärkung der Wahrnehmung des Radverkehrs (R3)
- Radabstellanlagen - Daueraufgabe (R4)
- 50 Knotenpunkte & Querungen für Lüneburg - Daueraufgabe (S4)
in Umsetzung befindlich:
- Parkraummanagement (M5)
- Digitale Hansestadt (K3)
in Planung:
- wirksame Modalfilter in der Innenstadt (M4)
nicht begonnen:
- Netzkonzeption Kfz (M1)
- Bike & Ride - Daueraufgabe (Ö8)
- Optimierung der Verkehrsströme (östl. Innenstadt) (S1)
- sichere Schulumfelder - Daueraufgabe (S5)
Meilensteine des NUMP
Erstellungsprozess in mehreren Phasen
Der Erstellungsprozess des NUMP gliederte sich in mehrere Phasen, die jeweils mit einem schriftlichen Zwischenergebnis abgeschlossen wurden: Grundlagen- und Zustandsanalyse, Entwicklung und Bewertung von Maßnahmen sowie Erarbeitung eines strategischen Handlungskonzeptes und Evaluationskonzeptes.
Der Analysebericht, die Maßnahmensteckbriefe sowie der Abschlussbericht können hier heruntergeladen werden.
Öffentlichkeitsbeteiligung
Wichtiger Prozessbaustein im Rahmen des NUMP
Ein wichtiger Baustein im Rahmen der Erstellung des NUMP war die prozessbegleitende Bürger:innenbeteiligung. Dabei wurden sowohl die Grundlagen- und Zustandsanalyse als auch die Entwicklung und Bewertung der Maßnahmen von unterschiedlichsten Beteiligungsformaten begleitet. Die Ergebnisse wurden dokumentiert und flossen in die Maßnahmen des NUMP mit ein. Alle Dokumentationen zu den einzelnen Formaten können hier heruntergeladen werden.
Auftaktveranstaltung zum Nachhaltigen Urbanen Mobilitätsplan
15.06.2023
Der Auftakt zur öffentlichen Beteiligung zum NUMP fand am Donnerstag den 15. Juni 2023 im Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg statt. Dabei hatten die über 150 Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über den Prozess zu informieren, mit den Planer:innen ins Gespräch zu kommen und an interaktiven Stationen Ideen, Wünsche und Herausforderungen zu adressieren.

Foto: Hansestadt Lüneburg

Karte: Hansestadt Lüneburg
Online-Beteiligung
15.06.2023 bis zum 12.07.2023
Bis zum 12. Juli 2023 konnten Interessierte ihre Anregungen und Ideen online einbringen. Mehr als 1.500 Meldungen, 11.000 (Dis-)Likes und 500 Kommentare kamen so zusammen und flossen in den Erstellungsprozess des NUMP mit ein.
Planungsspaziergang Barrierefreiheit
26.07.2023
Gemeinsam mit geh- und sehbeeinträchtigen Menschen wurde ein durch die Innenstadt gemacht, um Defizite und Verbesserungsbedarfe hinsichtlich der Barrierefreiheit zu sammeln. Dabei ging es unter anderem um Themen wie das Kopfsteinpflaster in Lüneburg, stufige Gebäudezugänge, hohe Bordsteinkanten oder zu kurze Querungszeiten an Kreuzungen.

Foto: Hansestadt Lüneburg

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Planungsradtour Stadtring
16.08.2023
Um über die Interessen und Herausforderungen der Radfahrenden zu diskutieren, fand am Mittwoch, den 16.08.2023 eine Radtour mit mehr als 50 Interessierten statt. An mehreren auf dem Stadtring gelegenen Stationen wurde sich über Themen wie enge oder plötzlich endende Radwege, Benutzungspflichten, fehlende Beschleunigung der Radfahrenden an Kreuzungen oder auch Konflikte zwischen Rad- und Fußverkehr ausgetauscht.
NUMP on Tour
20.09.2023 bis 22.09.2023
Im September 2023 ging das NUMP-Team des Planungsbüros Planersocietät für drei Tage in Lüneburg mit einem Lastenrad auf Tour. Dabei wurden verschiedene Orte im Stadtgebiet aufgesucht, um mit den Lüneburger:innen ins Gespräch zu kommen und ihnen die Aspekte einer nachhaltigen Mobilität näher zu bringen. Die Beteiligung fand im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche (EMW) statt.

Foto: Hansestadt Lüneburg

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Bürger:innenwerkstätten & Stakeholderworkshops
Februar bis Mai 2024
Im ersten Halbjahr 2024 fanden verschiedene thematische Bürger:innenwerkstätten und Stakeholderworkshops statt. Dabei konnten die Planer:innen gemeinsam mit den engagierten Teilnehmenden die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Ideen mit räumlichem Schwerpunkt in geeigneter Tiefe diskutieren und dokumentieren. Die Formate fanden u.a. in mehreren Quartieren sowie an einer Schule statt.
Ausstellung im Dialograum
14.02.2025 bis 28.02.2025
Die wichtigsten Informationen rund um den Erstellungsprozess des NUMP sowie die zentralen Ergebnisse wurden in Form einer Ausstellung aufbereitet. Diese konnte im Februar 2025 im Dialograum der Hansestadt Lüneburg besucht werden.

Foto: Hansestadt Lüneburg

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Abschlussveranstaltung
05.03.2025
Zum Abschluss des NUMP kamen die Projektbeteiligten bei einer öffentlichen Abschlussveranstaltung in der Leuphana Universität noch einmal zusammen, um den Abschlussbericht vorzustellen, gemeinsam mit Interessierten erneut mehr als 150 Interessierten auf den Prozess zurückzublicken und vor allem einen Blick auf die Zukunft der Mobilität in Hansestadt und Landkreis Lüneburg zu wagen.