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    Pressemitteilung vom 06.06.2024

    Stadtteilhaus für Kaltenmoor: Stadt will Räume im Gemeindezentrum St. Stephanus anmieten und umbauen

    HANSESTADT LÜNEBURG. – „Wir haben eine gute und schnell umsetzbare Lösung für ein Stadtteilhaus in Kaltenmoor gefunden“, freut sich Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Die Stadt plant, zwei ehemalige Dienstwohnungen im ökumenischen Gemeindezentrum St. Stephanus anzumieten. Diese stehen dauerhaft leer, sodass die Kirchengemeinde die Flächen der Stadt zur langfristigen Anmietung angeboten hat. „Hier können wir ein umfassendes Vernetzungs- und Beratungsangebot für die Bürger:innen schaffen“, sagt Sozialdezernent Florian Forster.

    Das Stadtteilhaus soll verschiedene Angebote bündeln:

    - Präventive, begleitende und nachsorgende Beratungsleistungen der Jugendhilfe

    - Beratungs- und Qualifizierungsangebote, z.B. zur Integration in den Arbeitsmarkt

    - Präventive Altenhilfe und Seniorenberatung

    - Stadtteil- und Quartiersmanagement

    - Offene und geschlossene Angebote für verschiedene Altersgruppen, z.B. mobile Jugendpflege und Flüchtlingssozialarbeit

    - Angebote freier/konfessioneller Träge sowie von Selbstorganisationen

    Mit geringen Eingriffen könnte die Stadt die Wohnungen zu einem Stadtteilhaus umbauen. Im Außenbereich könnte eine Rampe für den barrierefreien Zugang entstehen. Im Innern würden Räume durch Trockenbauwände getrennt, zusätzliche Türen eingebaut und die Beleuchtung angepasst. „Wir rechnen im Falle einer Umsetzung mit einmaligen Kosten in Höhe von 150.000 bis 200.000 Euro“, sagt Stadtbaurätin Heike Gundermann.

    Damit nennt sie einen wesentlichen Vorteil gegenüber einem Neubau. Für einen solchen hatte die Verwaltung 2018 Fördermittel in Höhe von 1,15 Millionen Euro eingeworben. Nach aktuellen Schätzungen würde ein Neubau allerdings insgesamt rund vier Millionen Euro kosten. Weiterer Pluspunkt für die Anmietung: Der bauliche Aufwand ist überschaubar, die Umsetzung daher deutlich schneller möglich. Weiterhin spreche auch die zentrale Lage für den Standort St. Stephanus, betont Forster: „Zumal das Gemeindezentrum als Anlaufpunkt im Alltag vieler Bürger:innen etabliert ist.“

    Die Pläne hat die Verwaltung bereits nichtöffentlich im Sozial- und im Bauausschuss vorgestellt. Jeweils mit mehrheitlicher Zustimmung. Im nächsten Schritt steht eine Beratung im Finanzausschuss an, da die Anmietung langfristig erfolgen soll und somit Auswirkungen auf die Haushaltsplanungen der kommenden Jahre haben wird. Final entscheidet der Rat Ende Juni über die Anmietung.