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    Pressemitteilung vom 08.01.2026

    Der nächste Schnee kommt: Das müssen Lüneburgerinnen und Lüneburger jetzt wissen

    HANSESTADT LÜNEBURG. – Lüneburg liegt aktuell unter einer Schneedecke. Für Freitag, 9. Januar 2026, sind erneut große Schneefälle für die Region Lüneburg angekündigt. Die Abwasser, Grün & Lüneburger Service GmbH (AGL) ist für den Winterdienst in der Stadt zuständig und einsatzbereit. Aber auch für Bürgerinnen und Bürger gibt es schnee- und glättebedingte Pflichten. 

    Winterdienst

    Rund 120 Kolleginnen und Kollegen der AGL sind an allen Tagen im Winterhalbjahr im Zweischichtbetrieb organisiert. „Kommt es wie in der vorigen Woche zu einem Volleinsatz aller Kräfte, sind Einsatzzeiten von zehn Stunden je Schicht keine Seltenheit“, weiß AGL-Geschäftsführer Lars Strehse. Je nach Wetterlage kann der tägliche Winterdienst wie zuletzt von 3 Uhr morgens bis 23 Uhr in zwei Schichten laufen. 

    Bei besonders viel Schnee oder starker Glätte muss die AGL ihre Einsätze priorisieren: Erst wird dafür gesorgt, dass Hauptverkehrsstraßen, auf denen etwa auch die Buslinien unterwegs sind, befahrbar sind. Nebenstraßen folgen später, wenn die Kapazitäten es zulassen. 

    Bei den Geh- und Radwegen haben besonders diejenigen Priorität, die als Schulwege dienen oder aus anderen Gründen gefährlich sein können. 

    Die AGL ist mit rund 800 Tonnen Streusalz vor Ort in die Wintersaison gestartet, von denen bislang noch etwa 500 Tonnen übrig sind.

    Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Winterdienst finden Sie hier.

    Info

    Foto: Hansestadt Lüneburg
     

    Räum- und Streupflicht

    Nicht nur die AGL, sondern auch die Lüneburgerinnen und Lüneburger tragen ihren Teil dazu bei, dass alle sicher durch den Schnee kommen: Sie sind verpflichtet, montags bis samstags in der Zeit von 7 bis 21 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 8 bis 21 Uhr vor ihrem Zuhause den Gehweg zu räumen und zu streuen. Bei anhaltendem Schneefall ist das gegebenenfalls mehrfach notwendig. 

    Der Gehweg vor dem Haus ist in voller Breite frei zu halten bzw. zu streuen. Sind keine Gehwege vorhanden, muss mindestens ein 1,30 Meter breiter Streifen freigehalten werden. Außerdem ist es wichtig, dass Gullis und Gossen frei bleiben, damit das Wasser bei Tauwetter abfließen kann.

    Wer den Schnee beiseiteschiebt, sollte auch darauf achten, dass andere nicht behindert werden, dass der Straßenverkehr nicht gefährdet wird und dass die Müllabfuhr zur Leerung nach wie vor gut an die Tonnen kommt. Wer einen Hol- und Bringservice für die Mülltonnen beauftragt hat, sollte sein Grundstück so räumen, dass das Abholen auch gefahrlos möglich ist. 

    Übrigens: Reines Salz ist als Streumittel verboten. Das Salz sollte mit Sand im Verhältnis von 1:15 gemischt sein. Die Hansestadt hat an insgesamt 19 Standorten verteilt über das gesamte Stadtgebiet Boxen mit entsprechendem Streugut aufgestellt. Daraus können sich Bürgerinnen und Bürger kostenfrei in haushaltsüblichen Mengen bedienen, um damit öffentliche Wege zu streuen. 

    Antworten des Ordnungsamtes der Hansestadt Lüneburg sowie eine Karte mit den öffentlichen Streugutboxen gibt es hier.

    Blick auf die Dächer

    Hauseigentümer:innen sollten bei Frost hin und wieder einen Blick nach oben werfen: Leicht bilden sich an Dachgauben und -rinnen Eiszapfen. Die sollte man entfernen, bevor sie herabfallen und Personen gefährden.

    Die Gebäudewirtschaft der Hansestadt hat die Flachdächer städtischer Gebäude im Blick. Das gilt insbesondere für Schulen und Sporthallen. In der Regel vertragen die Dächer Neuschneehöhen von 60 bis 78 Zentimeter. Da solche Mengen in den nächsten Tagen nicht zu erwarten sind, sieht die Gebäudewirtschaft aktuell keinen Handlungsbedarf, behält die Entwicklung aber im Blick.

    Schneelast auf Bäumen: Vorsicht in der Natur 

    Wegen der Gefahr herabfallender Äste ist auch in Wäldern erhöhte Vorsicht angesagt. Bei extremem Wetter ist zudem nicht auszuschließen, dass durch Schnee und Wind vereinzelt ganze Bäume umstürzen. 

    Auch wenn es nicht verboten ist, im Schnee durch Wälder zu spazieren, warnt die Hansestadt davor. Das gilt im Übrigen auch nach dem Schneefall, wenn es wieder taut. Denn nasser Schnee wird schwerer und die Gefahr von abbrechenden Ästen steigt. Zugefrorene Gewässer sollten derzeit in keinem Fall betreten werden.

    Friedhöfe ab 9. Januar gesperrt

    Unter starker Schneelast können vermehrt Äste von Bäumen abbrechen und herunterfallen. Die städtischen Friedhöfe werden wegen dieser Gefahr ab Freitag, 9. Januar, bis auf Weiteres gesperrt und abgeschlossen. 

    Für Freitag und Montag bereits geplante Beisetzungen auf dem Michaelisfriedhof (Zugang: Lauensteinstraße), dem Zentralfriedhof (Zugang: Soltauer Straße) und dem Waldfriedhof (Zugang: Göxer Weg) werden unter größtmöglicher Vorsicht durchgeführt.

    Auf Wunsch der Angehörigen können die Termine verschoben werden.

    Schulausfall

    Aufgrund des zu erwartenden Wetters fällt der Präsenzunterricht an den städtischen Schulen am Freitag, 9. Januar, aus. Die Berufsbildenden Schulen bieten virtuellen Distanzunterricht an. In allen Schulen wird eine Notbetreuung sichergestellt.

    Alle weiteren Informationen zum Thema Schulausfall und Schülerbeförderung gibt es beim Landkreis Lüneburg.