Gemeinsam durch die Zeit der Streckensperrungen – Angebot „Routenretter.de“ geht an den Start
Gemeinsame Medien-Information von Hansestadt und Landkreis Lüneburg
Fünf Stunden Fahrzeit für den Hin- und Rückweg nach Hannover. „Das ist für Pendler:innen unzumutbar“, betont Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. Gemeint ist der Schienenersatzverkehr, den die Deutsche Bahn und die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) während der sogenannten Qualitätsoffensive Hamburg-Hannover anbieten wird.
In der Zeit vom 1. Mai bis 10. Juli 2026 fährt dann kein Personenzug mehr zwischen Lüneburg und Hannover.
Um die Menschen aus Hansestadt und Landkreis Lüneburg, insbesondere diejenigen, die pendeln und damit auf Mobilität angewiesen sind, während der Streckensperrungen zu unterstützen, haben Stadt und Landkreis Lüneburg entschieden, ein Pendlerportal für die betroffenen Strecken in Auftrag zu geben.
Kostenloses Angebot für alle, die pendeln
Eingerichtet hat die Plattform unter dem Namen Routenretter die Marktplatz Design und Software GmbH. „Wir sind dankbar, dass die Marktplatz Agentur das Angebot kostenlos für alle zur Verfügung stellt und dass wir das Medienhaus Lüneburg als Partner bei diesem wichtigen Projekt gewinnen konnten“, betont Kalisch.
„Durch das unzureichende Angebot der Bahn werden die Menschen gezwungen sein, in der Zeit der Sperrung aufs Auto umzusteigen“, so Kalisch. „Wir wollen mit dem Routenretter erleichtern, dass die Menschen sich zusammentun, um so gemeinsam zu fahren.“ Landrat Jens Böther ergänzt: „So können auch die vorhandene Fahrkapazitäten in der Region effizient genutzt werden – das entlastet die Straßen und auch den Geldbeutel jedes einzelnen.“

Haben den „Routenretter“ gemeinsam an den Start gebracht: Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (von links), Jonas Griesche vom Medienhaus Lüneburg GmbH, Landrat Jens Böther und Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz Design und Software GmbH.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Nachhaltige Mobilität für die Region
Der Routenretter ist die Erweiterung eines bereits bestehenden Pendlerportals. Alle wichtigen Adressen und Points of Interest sind dort jetzt hinterlegt, zum Beispiel Behörden, Schulen, Gewerbegebiete, ÖPNV-Stationen oder medizinische Einrichtungen. Nutzende können somit den eigenen Standort, Zieldestinationen aber auch Treffpunkte zielgerichtet auswählen.
Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz Design und Software GmbH, betont: „Mit Routenretter.de schaffen wir eine Lösung, die auch langfristig einen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität in unserer Region leisten kann.“
Jonas Griesche, Leiter für Vertrieb und Marketing bei der Medienhaus Lüneburg GmbH erklärt: „Als Medienpartner wird unsere Rolle in diesem gemeinsamen Vorhaben sein, durch unsere Reichweite betroffenen Bürgerinnen und Bürgern dieses Serviceangebot im Rahmen unserer redaktionellen Berichterstattung rund um das Thema der Bahnbaustelle bekannt zu machen. Zudem können wir durch unsere Kooperationen mit weiteren Tageszeitungen in ebenfalls betroffenen Regionen dazu beitragen, dass auch dort der „Routenretter“ Pendlerinnen und Pendlern zugänglich gemacht wird.“
Das Portal ist ab sofort erreichbar.
Bis zuletzt hatten sich Lüneburgs Oberbürgermeisterin Kalisch und Lüneburgs Landrat Jens Böther für bessere Ersatzangebote in der Zeit der Sperrung eingesetzt, darunter etwa für einen Expressbus nach Hannover. Ohne Erfolg. „Zu unserem Bedauern hat die Bahn ihr Angebot nicht nachgebessert, sodass wir selbst aktiv geworden sind“, macht Landrat Böther deutlich.
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