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    Pressemitteilung vom 12.02.2026

    Auftakt des gemeinsamen Schulentwicklungsprozesses von Hansestadt und Landkreis Lüneburg

    LÜNEBURG. – Der Landkreis und die Hansestadt Lüneburg starten gemeinsam den Schulentwicklungsprozess für die weiterführenden Schulen. Den Auftakt bildete ein Workshop am 4. Februar 2026 mit Vertreterinnen und Vertretern aus Schulen, Politik und Verwaltung. Das Ziel: In einem strukturierten und ergebnisoffenen Dialog wird eine zukunftsfähige und bedarfsgerechte Schulentwicklungsplanung für die weiterführenden allgemeinbildenden Schulen sowie die beruflichen Gymnasien in Trägerschaft von Hansestadt und Landkreis Lüneburg erarbeitet.

    „Gute Schulentwicklung braucht Augenmaß, fachliche Begründung und eine verlässliche Datengrundlage, die hilft, Entwicklungen einzuordnen und Entscheidungen nachvollziehbar zu machen“, verdeutlichte Erste Kreisrätin Yvonne Hobro in ihrer Begrüßung. 

    Diese Datengrundlage haben die Hansestadt und der Landkreis gemeinsam mit der Agentur paseo zusammengetragen. „Die Zahlen bieten uns keine fertigen Lösungen. Sie sind jedoch die Grundlage für Austausch, Abwägung und Diskussion“, so Hobro. Im ersten Workshop wurde die aktuelle schulische Landschaft in den Blick genommen. 

    Überblick über die aktuelle Datenlage

    Zentrale Inhalte waren unter anderem:

    • eine sinkende Zahl an Schülerinnen und Schülern in den gymnasialen Oberstufen der Schulen in öffentlicher Trägerschaft: - 3,86 Prozent (jeweils im Vergleich Schuljahr 2021/22 zu 2025/26, basierend auf Meldungen der Schulen).
    • die unterschiedlichen und steigenden sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfe von Schülerinnen und Schülern an den Schulformen: An der Hauptschule beträgt der Anteil über 40 Prozent, an Oberschulen beispielsweise 15,8 Prozent im Vergleich zu 2,2 Prozent an Gymnasien (jeweils im Schuljahr 2025/26).
    • der teilweise hohe Anteil der Schülerinnen und Schülern aus Stadt und Landkreis an Schulen der jeweils anderen Trägerschaft - an einigen Schulen bis zu 50 Prozent.

    Austausch und erste Lösungsansätze

    Auf dieser Grundlage tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Arbeitsgruppen offen über ihre Ideen, Einschätzungen und Erfahrungen im schulischen Alltag aus und entwickelten erste Lösungsansätze, wie etwa engere Kooperationen zwischen verschiedenen Schulen. 

    „Das Wichtigste bei der Schulentwicklungsplanung sind die Kinder“, bekräftigt Gabriele Scholz, Stadträtin der Hansestadt Lüneburg für Bildung, Jugend und Soziales. „Ziel ist es, gemeinsam für eine Bildungslandschaft zu arbeiten, die sich an den Bedarfen und Interessen der Schülerinnen und Schüler orientiert. Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, seine Fähigkeiten bestmöglich stärken und weiterentwickeln zu können.“

    Die gesammelten Themen und Anregungen sollen in den kommenden Workshops weiter vertieft werden. Die Begleitung des Schulentwicklungsprozesses übernimmt die paseo GmbH, die für Moderation, Datenaufbereitung und Prozessgestaltung verantwortlich ist.

    Info

    Erste Kreisrätin Yvonne Hobro begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Auftakt des Schulentwicklungsprozesses.
    Foto: Landkreis Lüneburg

    Hintergrund

    Der Schulentwicklungsprozess umfasst insgesamt vier Workshops. Neben dem Auftakttermin finden noch drei weitere Workshops bis Herbst dieses Jahres statt. 

    Am Prozess beteiligt sind die Schulleitungen der weiterführenden Schulen aus Stadt und Landkreis, Vertreterinnen und Vertreter aller politischen Fraktionen von Hansestadt und Landkreis, ein Vertreter des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung (RLSB) sowie die Lüneburger Landtagsabgeordneten, die Mitglieder des Kultusausschusses des Landes sind.

    Zudem wirken Vertreterinnen und Vertreter des Migrantenelternnetzwerks, des Behindertenbeirats, des Stadt- und Kreiselternrats sowie des Stadt- und Kreisschülerrats mit.

    Nach Abschluss der vier Workshops wird paseo konsensfähige, tragfähige und finanzierbare Handlungsempfehlungen zur Schulentwicklungsplanung erarbeiten. Diese sollen der Politik von Hansestadt und Landkreis Lüneburg vorgelegt werden.

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