Wilschenbruch
Lüneburgs grüner Stadtteil liegt im Südosten der Stadt
Mit rund 700 Einwohnenden ist Wilschenbruch der bevölkerungsärmste Stadtteil Lüneburgs. Er ist geprägt von Wald, Wasser und Wiesen.
Wilschenbruch befindet sich im Südosten der Hansestadt und grenzt an Kaltenmoor, Rotes Feld und Bockelsberg.


Mit dem Tretboot über die Ilmenau schippern und die Natur genießen, das kann man im Stadtteil Wilschenbruch.
Fotos: Hansestadt Lüneburg
(M)Ein Blick auf Wilschenbruch
Erich Husmeier über ruhige Idylle und lebendige Straßenfeste
Bewohner und Chronist: Erich Husmeier
Beruf: Rentner
Verbindung zu Wilschenbruch: Unsere Familie ist 1987 in das Elternhaus meiner Frau in Wilschenbruch gezogen, wir wohnen noch heute hier im Sperberweg
Hobbys: Erstellen von Chroniken, Entwicklung elektronische Hard- und Software
Das Besondere an meinem Stadtteil
Wilschenbruch profitiert von seiner idyllischen Lage in unmittelbarer Nähe zum Wald und zur Ilmenau.
Durch den fehlenden Durchgangsverkehr wirkt der Stadtteil wie eine ruhige Insel, die man über die Amselbrücke erreicht.
Der ursprüngliche Teil Wilschenbruchs ist geprägt von einer harmonischen Mischung aus Alteingesessenen und jungen Familien mit Kindern.
Im Sommer verlagert sich das Leben häufig auf die Straße, insbesondere im Sperberweg, wo seit 23 Jahren jährliche Straßenfeste stattfinden und neuerdings ein Flohmarkt das gesamte Viertel belebt.
Der Stadtteil erlebt derzeit unter anderem einen Generationenwechsel. Durch attraktive Grundstücke und die gute Lage hat sich Wilschenbruch zu einem gefragten Neubau- und Wohngebiet entwickelt.
Tipps für einen Besuch im Stadtteil
- Der Blick über die Wiesen hinter der Amselbrücke / Tor nach Wilschenbruch
- Der Weg auf beiden Seiten der Ilmenau zur Roten Schleuse
- Der Lausebach, zu erreichen vom Parkplatz am Ende des Eulenwegs Richtung Bahngleise
- Die Loreley mit dem Katerstein an der Ilmenau

Zeitfenster
Blick auf die Wilschenbrucher Flachdach-Gebäude am Falkenhorst im Jahr 1986

1986: Hätten Sie es erkannt? Im bevölkerungsärmsten Stadtteil mit seinen großzügigen Grundstücken und edlen Häusern fallen die Flachdach-Gebäude am Falkenhorst auf.
Archivfoto: Stadtarchiv Lüneburg/Silvester Dammann
Chronist Erich Husmeier erzählt:
„Wilschenbruch, unter dem Namen Dachmunde, spielte zur Zeit der Lüneburger Burg eine Rolle in der Versorgung und im Schutz der Burganlage.
Die Region profitierte von fruchtbaren Böden und verfügte über Landwirtschaft und Fischzucht als Haupteinnahmequellen.
In späteren Jahrhunderten entwickelte sich Wilschenbruch zu einem beliebten Ausflugsziel. Der Stadtteil bot unter anderem eine Kegelbahn, Tanzveranstaltungen, eine Eisbahn im Winter, Konzerte sowie ein Ausflugslokal und war der Ausgangspunkt für Spaziergänge in den angrenzenden Tiergarten und der Ilmenau.
In den 1930er bis 1950er Jahre erfolgte die Erschließung von Grundstücken für den Bau von Siedlungshäusern mit entsprechenden Grundstücken zur Selbstversorgung.
Sportanlagen, Kinder- und Erholungsheime zur sozialen und gemeinschaftlichen Nutzung haben viele Jahre den Stadtteil geprägt.
Ab den 1970er Jahren erfolgte eine verstärkte Bebauung, wodurch Wilschenbruch zunehmend den Charakter eines reinen Wohngebiets annahm.“




