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    Stadtkonferenz 2026

    „Ehrenamt im Wandel – Zukunft, Austausch, Miteinander“ – 9. Mai 2026
     

    Ob Nachbarschaftshilfe, Jugendtreff, Kulturverein oder Sportclub – das Ehrenamt bringt Lüneburg zum Laufen. Damit das so bleibt, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. 

    Was brauchen Engagierte heute – und was morgen? Wie gewinnen wir neue Freiwillige? Und wie bleibt das Ehrenamt attraktiv und lebendig? Das waren einige der Themen für die 5. Lüneburger Stadtkonferenz, die am 9. Mai 2026 im Zentralgebäude der Leuphana stattfand.

    Die Themen und Ergebnisse der Stadtkonferenz sind in der Mind-Map #StadtKon26 aufbereitet.

    Ablauf der #StadtKon26

    Die Vorträge und Gespräche im Auditorium sind auf dem YouTube-Kanal der Hansestadt Lüneburg zu sehen.

    Zur Aufzeichnung

    Info

    Die Stadtkonferenz findet am 9. Mai 2026 erneut im Zentralgebäude der Leuphana statt. 
    Foto: Hansestadt Lüneburg

    Messe und Rahmenprogramm

    für alle Interessierten

    Wie schon bei der letzten Stadtkonferenz fand begleitend zu den Vorträgen und Workshops von 12 bis 17 Uhr eine öffentliche Messe statt. 

    Hier stellten sich Vereine und Initiativen vor, die sich ehrenamtlich für die Stadtgesellschaft engagieren. Es waren unterschiedlichste Präsentationsformate möglich – Plakate, interaktive Aktionen, Videos, Kurz-Vorträge oder anderes.

    Liste der Messestände

    Diese Vereine, Initiativen und Organisationen waren dabei:

    • ADFC Lüneburg
    • Alzheimer Gesellschaft Lüneburg e. V.
    • AWO Regionalverband Lüneburg/Uelzen/Lüchow-Dannenberg e. V.
    • Beirat für Menschen mit Behinderungen
    • Beirat für Seniorinnen und Senioren in der Hansestadt Lüneburg
    • BI Unser Wasser Lüneburg
    • Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen e. V.
    • Boardgame Palooza
    • Bürgerverein Ochtmissen e. V.
    • Carl-Schirren-Gesellschaft
    • Checkpoint Queer e. V
    • Commons Zentrum Lüneburg
    • Ev.-kath. Bahnhofsmission
    • Freiwilligenagentur Lüneburg (Paritätischer Wohlfahrtsverband)
    • Fridays for Future Lüneburg
    • DLRG Ortsgruppe Lüneburg e. V.
    • FabLab Lüneburg e. V.
    • Feuerwehr Lüneburg
    • Förderverein Frauenhaus Lüneburg e. V.
    • HEY, ALTER! Lüneburg
    • JANUN Lüneburg e. V.
    • Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg
    • Klimaentscheid Lüneburg
    • kollektiv:zukunft e. V.
    • Kreissportbund Lüneburg e. V. (KSB)
    • Kunstschule Ikarus e. V.
    • Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gGmbH
    • Lebensraum Diakonie e. V.
    • Lüneburger SV
    • Marianne Bock Gedächtnis-Stiftung
    • Migrantenelternnetzwerk Lüneburg und Elterntalk Lüneburg
    • mosaique Haus der Kulturen e. V.
    • Museum Lüneburg
    • Museum für das Fürstentum Lüneburg
    • Netzwerk Lüneburger Wochen gegen Rassismus
    • Ostpreußisches Landesmuseum
    • Parents for Future
    • Paul-Gerhardt-Haus/-Laden
    • Pluto – Raum für Kunst und Transformation in Lüneburg
    • Radentscheid Lüneburg
    • SALT Toastmasters Rednerclub
    • Seniorpartner in School Landesverband Niedersachsen e. V. – Regionalgruppe Lüneburg
    • Sozialverband Deutschland Ortsverband Lüneburg
    • Team Bananenflanke
    • Terre des Hommes AG Lüneburg
    • Turn- und Sportverein Erbstorf e. V.
    • VHS REGION Lüneburg
    • WerkStadt Lüneburg e. V.
    • Zukunftsrat Lüneburg

    Diese Bereiche der Stadtverwaltung waren dabei:

    • Koordinierungsstelle Ehrenamt
    • Koordinierungsstelle Teilhabe, Antidiskriminierung und Extremismusprävention
    • Fachbereich Kultur und Sport
    • Jugendpflege
    • Senioren- und Pflegestützpunkt

    Lüneburger Gesichter des Ehrenamts

    Die Aktion „Gesichter des Ehrenamts" soll die Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements in Lüneburg sichtbar machen. Auch viele Mitarbeitende der Hansestadt Lüneburg sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv. Einige von ihnen sind hier abgebildet. 

    Mehr zur Aktion erfahren Interessierte im Anschluss an die #Stadtkon26 ab dem 11. Mai 2026 im Dialograum.

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    Vorträge und Gespräche

    Gäste bei der Stadtkonferenz 2026

    Zur Eröffnung der #Stadtkon26 begrüßte Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch mehrere Gäste, die in Vorträgen und Gesprächen ihre Expertise zum Thema Ehrenamt einbrachten. 

    Info

    Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (3. v. l.) mit den Gästen (v. l.) Prof. Dr. Wibke Riekmann, Christian Röhling, Max Süling, Sofian Messaoud, Benjamin Adrion und Regionalbischöfin Marianne Gorka.
    Foto: Hansestadt Lüneburg

    Prof. Dr. Wibke Riekmann – Hochschule Hannover

    Wibke Riekmann ist Professorin für Sozialarbeitswissenschaft mit dem Schwerpunkt Gemeinwesenarbeit und Community Organizing an der Hochschule Hannover. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit Engagement, Vereinen und Demokratiebildung.

    Zur Sozialen Arbeit und in die Wissenschaft ist sie selbst über ihr ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit gekommen. Besonders interessiert sie, wie Menschen Zugänge zum Ehrenamt finden und wie die Zivilgesellschaft als Ort demokratischer Bildung und Teilhabe gestärkt werden kann.

    Marianne Gorka – Regionalbischöfin für den Sprengel Lüneburg

    Marianne Gorka ist Regionalbischöfin für den Sprengel Lüneburg der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Ihr beruflicher Weg ist eng mit dem Ehrenamt verbunden. Das Engagement ihrer Eltern prägte sie früh; somit wuchs sie wie selbstverständlich in kirchliche Gruppen, Initiativen und Verantwortungsräume hinein.

    Auch im Pfarramt engagierte sie sich weiterhin in unterschiedlichen Gruppen, Vereinen und Förderstrukturen. Ehrenamt ist für sie kein ergänzendes Element kirchlichen Lebens, sondern dessen tragende Kraft. 

    Für Marianne Gorka ist Ehrenamt Ausdruck lebendiger Zivilgesellschaft und gelebten Glaubens: Es stiftet Sinn, schafft Zusammenhalt und eröffnet Räume, in denen Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.

    Benjamin Adrion – Gründer von Viva con Agua

    Nach seiner Zeit als Profifußballer initiierte Benjamin Adrion die gemeinnützige Organisation Viva con Agua. Seitdem setzt er sich für den weltweiten Zugang zu sauberem Trinkwasser ein. 

    Heute liegt sein Fokus auf dem Aufbau der Villa Viva in Kapstadt, Hamburg und Berlin – ein Ort für Partizipation, Kreativität und soziales Engagement. Hier entstehen Räume für Begegnung, Inspiration und Wirkung, die gelebte Vielfalt, gemeinsames Handeln und kulturelle Offenheit fördern. 

    Benjamin Adrion will dazu inspirieren, Wirtschaft als Werkzeug für positive gesellschaftliche Veränderung und nachhaltige Transformation zu begreifen und mit Freude in die Welt zu tragen.

    Christian Röhling – Vizepräsident Landessportbund Niedersachsen

    Das Thema Ehrenamt begleitet Christian Röhling schon lange. Angefangen hat er als Vater eines Sohnes, der Fußball beim TuS Hohnstorf spielte. Für ihn bereits damals selbstverständlich: „Man fährt mit und unterstützt die Mannschaft.“ Als der Verein engagierte Helfer für weitere Aufgaben brauchte, packte er mit an – sein Einstieg ins Ehrenamt. 

    Heute ist Christian Röhling dreifacher Vizepräsident: beim Landessportbund, beim Norddeutschen Fußballverband und beim Niedersächsischen Fußballverband. 

    Sofian Messaoud – Integrationsbeirat

    Sofian Messaoud engagiert sich seit rund fünf Jahren ehrenamtlich im Integrationsbeirat für Hansestadt und Landkreis Lüneburg. Unter anderem ist er Abgesandter im Schulausschuss und im Niedersächsischen Integrationsrat, außerdem wirkt er im Planungsteam des Integrationsbeirats für die „Lüneburger Wochen gegen Rassismus“ mit. Er unterstützt zudem Menschen mit Fluchterfahrung und hat als Antidiskriminierungsberater für diversu e.V. gearbeitet.

    Auch in seiner beruflichen Tätigkeit als Sozialarbeiter, aktuell an der IGS Lüneburg, begegnet ihm das Ehrenamt regelmäßig. Denn viele soziale Angebote, Projekte und Initiativen funktionieren nur durch freiwillige Mitarbeit. 

    Max Süling – Jugendforum

    Max Süling ist 15 Jahre alt, Schüler der Wilhelm‑Raabe‑Schule und engagiert sich seit über zwei Jahren im Jugendforum der Stadt. In dieser Zeit hat er das Gremium als wichtigen Ort kennengelernt, an dem junge Menschen ihre Interessen vertreten und aktiv an kommunalen Themen mitarbeiten können.

    Damit junge Menschen sich engagieren können, braucht es aus seiner Sicht vor allem weniger langwierige Verwaltungsprozesse. Ideen sollten schnell und unkompliziert umgesetzt werden können, unterstützt durch transparente Kommunikation, klare Antworten und ausreichende finanzielle Mittel. Was Jugendliche seiner Meinung nach zusätzlich motiviert, sind sichtbare Erfolge, die Chance, anderen jungen Menschen zu helfen, und die Erfahrung, durch Vernetzung mehr Wirkung zu erzielen. 

    Musikalischer Ausklang mit Tina Ohlhagen

    Der Ausklang der Stadtkonferenz wurde musikalisch begleitet von Tina Ohlhagen am Flügel und mit Gesang. 

    Das Lüneburger Publikum kennt sie als Pianistin von „Somebody & Soul“ und vom „Gospelchor Lüneburg“. Als Chorleiterin betreut Tina Ohlhagen selbst zwei Chöre. Sie hat sich in den letzten zwei Jahren einen Namen gemacht mit unterschiedlichen „PopUp-Chor“-Konzerten in und um Lüneburg.

    Mit ihrem Soloprogramm „A tribute to Carole King“ bespielt Tina Ohlhagen mittlerweile auch überregionale Kulturbühnen.

    Workshop-Programm

    für angemeldete Teilnehmer:innen

    Zu den zentralen Zukunftsfragen rund um das Ehrenamt bot die Hansestadt vier Workshops für Engagierte und Organisationen an.

    Workshop 1: Netzwerkarbeit und Strukturen

    Ehrenamt braucht Erleichterung, Unterstützung und Zuspruch – analog und digital. 

    Dafür sind tragfähige Netzwerke und verlässliche Ansprechpartner wichtig. 
    Und es braucht die Wertschätzung und Qualifizierung ehrenamtlich Aktiver. 
    Digitalisierung spielt eine zunehmende Rolle für die Organisation, Ausgestaltung und Mitgliedergewinnung.

    In diesem Workshop soll es darum gehen, wie bestehende Strukturen in der Hansestadt Lüneburg weiterentwickelt werden können und inwiefern Digitalisierung die Netzwerkarbeit fördern kann. Weiter wollen wir beleuchten, was dazu beiträgt, dass sich Ehrenamtliche wertgeschätzt und anerkannt fühlen.

    Workshop 2: Inklusion und Vielfalt

    Ehrenamt lebt von Vielfalt. Ressourcen und Potenziale aller Menschen sind eine Bereicherung für das Ehrenamt. Trotzdem beobachten wir, dass Personengruppen unterschiedlich stark repräsentiert sind. Bisher weniger repräsentierte Gruppen sollten mehr zur Geltung kommen und sichtbarer werden.

    Stellvertretend für alle, die noch nicht so sichtbar im Ehrenamt sind, wollen wir in diesem Workshop thematisieren, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um allen Menschen die Teilhabe im Ehrenamt zu erleichtern. Welche Strukturen oder Formate müssen dafür geschaffen werden? Was braucht es, um Hürden auf beiden Seiten abzubauen?

    Workshop 3: Zusammenarbeit mit Unternehmen

    Dies ist ein Workshop für Menschen aus Ehrenamt und Unternehmen, die gemeinsam mehr erreichen wollen. Wie wird die Zusammenarbeit von Unternehmen und Ehrenamt zur Win-Win-Situation?
    Wie profitieren Unternehmen – wie das Ehrenamt?

    Viele Betriebe stellen ihre Mitarbeitenden ad hoc frei oder nehmen schon bei der Arbeitsplanung Rücksicht auf das Ehrenamt. So stärken sie auch ihre Marke als Arbeitgeber. Andere organisieren einen „Social Day“, also einen Tag, an dem sich Unternehmen mit ihren Mitarbeitenden für das Gemeinwohl engagieren. Sie zeigen sich als „Corporate Citizen“ – eine strategische Investition. Und auch das Ehrenamt bietet viel: Reichweite mit regionaler Verankerung, echtes Teambuilding und Mitarbeitende, die gesellschaftliche Realitäten kennen und hoch engagiert sind. Und viele Verbände könnten ohne das Ehrenamt und sein Know-how gar nicht existieren. 

    Wie können wir die richtigen Strukturen optimal ausbauen, um für die Menschen in Lüneburg das Beste zu erreichen? Damit beschäftigt sich dieser Workshop.

    Workshop 4: Ehrenamt in Quartier und Stadtteil

    In den Stadtteilen Lüneburgs findet viel ehrenamtliches Engagement statt. Hier bringen sich die Menschen wohnortnah ein. Die Stadtteilhäuser und Bürgertreffs bieten Räume und sind Vernetzungsorte für Engagement und Ehrenamt.

    In diesem Workshop entwickeln die Teilnehmenden in drei Gruppen realistische und ehrenamtlich umsetzbare Angebote am Beispiel des Stadtteils Goseburg-Zeltberg.