Mehr Kreislaufbeschwerden: Klinikum Lüneburg rät zu Vorsicht bei Hitze
Medieninformation der Gesundheitsholding Lüneburg
Die Hitzewelle macht sich auch im Klinikum Lüneburg bemerkbar: Am vergangenen Wochenende und zum Wochenstart suchten vermehrt Patientinnen und Patienten mit Kreislaufbeschwerden die Notaufnahme auf, die Zahl der Fälle hält sich allerdings noch in Grenzen. Für die weiterhin steigenden Temperaturen lautet die Empfehlung, sich in möglichst kühlen Räumen aufzuhalten. „Wenn das Thermometer auf mehr als 30 Grad klettert, leidet der Kreislauf – sofern man nicht gegensteuert", erklärt der Chefarzt für Akut- und Notfallmedizin, Nomayy Oweidi. Sein wichtigster Rat: auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken und nicht erst zu warten, bis sich ein Durstgefühl bemerkbar macht.
Besonders gefährlich wird Hitze, wenn hohe Temperaturen über mehrere Tage anhalten, die Nächte nicht unter 20 Grad abkühlen und eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzukommt. „Hitze ist gerade für ältere Menschen ein Risikofaktor", betont Prof. Christian Maaser, Chefarzt der Geriatrie des Klinikums. „Das Risiko für eine Dehydration ist im Alter höher, zum einen durch Medikamente, aber auch durch einen geringeren Anteil an Körperwasser und ein verringertes Durstgefühl.“ Die Gefahr: Extreme Wärme erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko, verschlechtert Atemwegserkrankungen wie COPD oder Asthma und kann zu Nierenfunktionsstörungen führen. Im schlimmsten Fall droht ein lebensgefährlicher Hitzeschlag. „Mögliche Symptome sind Krämpfe sowie Bewusstseinsstörungen bis hin zu Bewusstlosigkeit. Der ganze Körper ist betroffen und die Haut am ganzen Körper ist trocken und heiß.“
Solche schweren hitzebedingten Notfälle blieben in den vergangenen Tagen im Klinikum Lüneburg aus. Das Team der Notaufnahme ist aber auf die Situation vorbereitet. Bislang zeigten die Patientinnen und Patienten vor allem Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel. Um das zu verhindern, rät das Team des Klinikums, körperliche Anstrengungen zu vermeiden oder auf die kühleren Morgen- und Abendstunden zu verlegen. Zur Kühlung helfen feuchte Tücher auf Nacken und Gelenken, kühle Duschen sowie Fußbäder.
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