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    Pressemitteilung vom 19.06.2026

    Zum Schutz für Mensch und Mauer: Hansestadt stellt im Liebesgrund Zäune auf

    HANSESTADT LÜNEBURG. – Um die Verkehrssicherheit an der historischen äußeren Stadtmauer im Liebesgrund zu gewährleisten, stellt die Hansestadt dort ab Montag, 22. Juni, Zäune auf. Dabei handelt es sich um Wildschutzzäune mit einer Höhe von 1,60 Meter, durch die ein Abstandsbereich zur Stadtmauer gebildet wird. Die eingespannten Eichenspaltpfähle sind besonders kippsicher auf dem unebenen, teilweise ansteigenden Gelände. Diese Maßnahme ist mit dem Denkmalschutz abgestimmt.

    Im Rahmen der Städtebauförderung für das „Westliche Wasserviertel“ hat die Hansestadt im vergangenen Jahr die umfassende Sanierung der Stadtmauer begonnen. Ziel ist es, das Erscheinungsbild und möglichst viel historisches Mauerwerk zu bewahren. Da auf der Liebesgrundseite der Charakter der Mauer beibehalten werden soll und technische Schutzmaßnahmen wie Verdachungen, vorgesetztes Mauerwerk oder Stahlnetze dem widersprechen, braucht es Kompromisse: Das seit ca. 150 Jahren freistehende Gipskernmauerwerk wird eine sogenannte Opferschicht erhalten, die den weiteren Substanzverlust verlangsamt. Kleine Mörtelbrocken können nach der Sanierung dennoch weiterhin herabfallen, da das Mauerwerk aus wasserlöslichem Gips besteht.

    Damit es nicht zu Unfällen kommt, wird der Zaun den Mauerbereich zum Liebesgrund hin dauerhaft absichern. Der Blick auf die historische Stadtmauer bleibt allerdings erhalten. Ein Wildschutzzaun integriert sich hier gut ins Bild. Der Bereich zwischen Mauer und Zaun wird als Naturraum beispielsweise mit Wildstauden entwickelt werden.