Verwaltungsausschuss stimmt Vergabe der Fläche am Wienebütteler Weg für Solarpark zu
Hansestadt Lüneburg. – Die Hansestadt plant auf zwei städtischen Flächen Solarparks: an der A 39 im Bereich Goseburg sowie nördlich des Sportparks Kreideberg am Wienebütteler Weg.
Der Verwaltungsausschuss des Rates hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig für die Vergabe der Fläche am Wienebütteler Weg an die Kajoni Energie GmbH gestimmt. Die Hansestadt hatte die Fläche europaweit ausgeschrieben. „Wir freuen uns, dass wir einen sehr erfahrenen Anbieter gefunden haben, der nun hoffentlich zügig die nächsten Schritte einleitet“, sagt Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch.
Die Fläche am Wienebütteler Weg hatten Stadtplanung, Grünplanung und Klimafachleute anhand eines gemeinsam entwickelten Kriterienkatalogs als besonders geeignet bewertet. Als nächstes muss der Projektentwickler die erforderlichen Prüfungen für den Solarpark vornehmen. Dazu gehört unter anderem die Frage, ob und in welcher Form die Anlage an das Stromnetz angeschlossen werden kann. Eine verbindliche Auskunft der Netzbetreiberin dazu ist erst möglich, wenn detaillierte Planungsunterlagen vorliegen.
Planungen bei Fläche an der A 39 schon weiter fortgeschritten
Bei der zweiten Fläche, die sich an der A 39 befindet, sind die Planungen bereits weiter fortgeschritten: Die artenschutzrechtlichen Gutachten liegen vor, und der Projektentwickler Elbe-Solar GmbH stimmt sich derzeit mit dem Netzbetreiber ab. Auch Möglichkeiten für eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger werden geprüft.
Beide Flächen werden an externe Betreiber vergeben, die der Stadt dafür Pacht zahlen. So vermeidet die Hansestadt hohe eigene Investitionen und Projektrisiken. Zugleich erzielt sie zusätzliche Einnahmen und unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien.
Hintergrund
Das Niedersächsische Klimagesetz sieht vor, bis 2033 mindestens 0,5 Prozent der Landesfläche für Freiflächen-Photovoltaik auszuweisen.
Neben Solarparks setzt die Hansestadt auch auf den Ausbau von Photovoltaik auf Dächern. Dazu zählen Anlagen auf Neubauten und bestehenden städtischen Gebäuden sowie Beratung und Informationen für Privatpersonen zum Ausbau von Solaranlagen auf den eigenen Dächern.

Grafik: Hansestadt Lüneburg
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