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    Pressemitteilung vom 04.09.2026

    Untersuchungen im Flussbett und an den Ufern: Ilmenau wird vom 14. September bis voraussichtlich 18. September abgesenkt

    Hansestadt Lüneburg. – Nach mehrjähriger Pause wird die Ilmenau im innerstädtischen Bereich zeitweise abgesenkt. Ab Montag, 14. September bis voraussichtlich Freitag, 18. September 2026 lässt die AGL das Wasser in weiten Teilen ab. Diese Maßnahme ist notwendig, damit Hansestadt und AGL Uferbauwerke kontrollieren und bei Bedarf instand setzen können. 

    „Die Ufermauern, Spundwände, Kaimauern und historischen Fundamente müssen regelmäßig auf Risse, Unterspülungen oder Korrosion überprüft werden“, erklärt Ingrid Dziuba-Busch, Bereichsleitung Umwelt. Auf diese Weise können notwendige Sanierungsmaßnahmen frühzeitig eingeleitet werden. Auch Mühlenbetreibende, der Kanu-Club sowie Anliegerinnen und Anlieger haben während der Absenkung die Möglichkeit, ihre Anlagen zu warten oder Inspektionen vorzunehmen.

    Darüber hinaus wird die AGL das Flussbett im Bereich zwischen den Mühlen von Fahrrädern und sonstigem Unrat befreien.

    Zusätzlich wird das Ablassen genutzt, um vorbereitende Untersuchungen und Vermessungen für den Bau von Fischtreppen durchzuführen. Diese sind an zwei Standorten geplant: an der Abtsmühle und an der Ratsmühle.  

    Info

    Eine Restwassermenge verbleibt durchgehend im Flussbett, um Rückzugsorte für Lebewesen während der Maßnahme zu sichern.
    Archivfoto: Hansestadt Lüneburg

    Ablauf der Absenkung

    Die AGL senkt am 14. September in den frühen Morgenstunden stufenweise die Stauklappen am Lösegrabenwehr ab. Das Wasser fließt anschließend ausschließlich über den Lösegraben. Zwischen dem Abzweig des Lösegrabens und der Abtsmühle sinkt der Wasserspiegel der Ilmenau so weit, dass das Gewässerbett gut begehbar ist. Eine Restwassermenge verbleibt dabei stets im Flussbett, um Rückzugsorte für Lebewesen zu erhalten.

    Werktäglich werden die Stauklappen am späten Nachmittag wieder so weit angehoben, dass entstandene Restwasserflächen und abgetrennte Bereiche mit Frischwasser versorgt werden. So sollen die Auswirkungen auf die im Fluss lebenden Organismen möglichst gering gehalten werden.

    Zeitpunkt und Ablauf der Maßnahme wurden gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) abgestimmt.

    Das letzte Mal ist die Ilmenau 2017 abgesenkt worden. Zuvor war der Fluss deutlich häufiger abgelassen worden. Inzwischen hat sich gezeigt, dass eine jährliche Absenkung nicht erforderlich ist. In welchem Intervall die Arbeiten künftig durchgeführt werden, wird nach Auswertung der aktuellen Maßnahme entschieden.

    Info

    Das letzte Mal ist die Ilmenau 2017 abgesenkt worden.
    Archivfoto: Hansestadt Lüneburg