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    Pressemitteilung vom 11.09.2026

    Stadt passt Pflegekonzepte für Grünflächen an Artenschutz und Klimawandel an

    Hansestadt Lüneburg. – Lüneburgs Grünflächen sehen vielerorts anders aus als früher. In Parks und auf Wiesen gibt es etwa ungemähte Teilflächen, die auf den ersten Blick so wirken, als seien sie bei der Pflege vergessen worden. Das ist nicht der Fall, wie Constanze Keuter, Bereichsleiterin Grünplanung, erläutert: „Viele Rasen- und Wiesenflächen werden mittlerweile extensiv gepflegt, also seltener gemäht, um die biologische Vielfalt zu fördern.“ 

    Zugleich passten AGL und Hansestadt die Pflegekonzepte regelmäßig an den Klimawandel an – sprich: an steigende Temperaturen und längere Trockenperioden. „Die Maßnahmen dienen dazu, Wiesen, Beete und auch Stadtbäume besser zu schützen“, betont Keuter.

    Da die Hansestadt zum Thema Grünpflege immer wieder Fragen erreichen, sind hier einige wesentliche Punkte zusammengefasst.

    Weniger mähen, mehr Artenvielfalt

    Viele Rasen- und Wiesenflächen werden extensiv gepflegt, also seltener gemäht. Das hat zwei Vorteile: Höheres Gras verbrennt bei Hitze weniger schnell, und es entstehen artenreichere Flächen mit Wildkräutern und Wildblumen. 

    Stark genutzte Liegewiesen – etwa im nördlichen Kurpark, im Clamartpark oder im Liebesgrund – werden weiterhin kurz gehalten. Die extensiv gepflegten Flächen dienen zudem als Rückzugsraum für Insekten, kleine Säugetiere, Amphibien und Wiesenvögel.

    Sauberkeitsstreifen und Wieseninseln

    An Wegen und Straßen mäht die AGL einen sogenannten „Sauberkeitsstreifen“ an den Außenkanten, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. 

    In anderen Bereichen bleiben bewusst größere Wieseninseln stehen, zum Beispiel im Südteil des Kurparks, im Scunthorpe-Park oder am Kreidebergsee – als Beitrag zu mehr Artenvielfalt und Klimaanpassung.

    Keine verbotenen Schotterbeete

    Einige Beete im Stadtgebiet haben eine steinige Oberfläche. Es handelt sich hierbei nicht um die verbotenen Schotterbeete, bei denen Steine über einer undurchlässigen Folie oder einem Vlies liegen. Stattdessen werden viele Beete im Stadtgrün von einer saisonalen Bepflanzung auf eine dauerhafte Bepflanzung mit klimaangepassten Stauden und Gräsern umgestellt. 

    Mineralmulch oder lavabasierte Substrate dienen dazu, die Verdunstung zu reduzieren und damit die Wasserspeicherfähigkeit zu verbessern. 

    Wildwuchs und Habitatbäume

    Aus Natur- und Artenschutzgründen werden Hecken und Bäume während der Brut- und Setzzeit nur eingeschränkt geschnitten. Vertrocknete Bäume und Sträucher werden zum Teil an ihrem Standort belassen und dienen als Habitatbäume. 

    Grundsätzlich entfernt werden Bäume und Äste dort, wo die Verkehrssicherheit dies erfordert.

    Häufige Fragen zur Grünpflege beantwortet die Stadt hier.

    Info

    Foto: Hansestadt Lüneburg