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    Pressemitteilung vom 24.04.2026

    Rat der Hansestadt beschließt Investition in den Ganztag an Lüneburgs Grundschulen

    Hansestadt Lüneburg. – Einstimmig hat der Rat der Hansestadt Lüneburg am Donnerstag, 23. April, beschlossen, die Lüneburger Grundschulen weiter bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung finanziell zu unterstützen. Damit haben Stadtverwaltung, Schulen und die Kooperationspartner der Grundschulen Planungssicherheit für das bevorstehende Schuljahr.  

    „Dieses klare Votum ist ein wichtiges Zeichen für die Kinder, die Familien, die Lehrkräfte und die Schulen“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. „Wir wollen für alle Grundschulkinder in unserer Stadt gleichermaßen gute Ganztagsangebote schaffen. Ich bin froh, dass wir damit in Lüneburg weit über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen.“  

    So unterstützt die Stadt die Schulen u. a. mit Ganztagskoordinator:innen und ebnet finanziell den Weg zu einem besseren Betreuungsschlüssel: „Die Entscheidung des Rates steht im Einklang mit dem seit vielen Jahren in der Hansestadt verfolgten Ziel, Betreuungs- und Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten“, sagt Bildungs- und Sozialdezernentin Gabriele Scholz. „Zugleich sorgen wir dafür, dass alle Kinder der Klassen 1 bis 4 in den Ganztag gehen können und der Betreuungsschlüssel besser als 1:26 ausfällt.“  

    Von den kalkulierten Gesamtkosten in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro investiert die Hansestadt Lüneburg im kommenden Schuljahr voraussichtlich etwa 4,8 Millionen Euro in die flächendeckende Ganztagsbetreuung an allen Lüneburger Grundschulen. Rund eine Million Euro fließt vom Land Niedersachsen nach Lüneburg. Das ist der Wert von zusätzlichen Lehrerstunden für die Nachmittagsbetreuung, die die Schulen in Geld umgewandelt haben. Da künftig mit jedem weiteren Schuljahr für einen zusätzlichen Grundschuljahrgang der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung besteht, steigen von Jahr zu Jahr auch die Summen, die das Land Niedersachsen den Lüneburger Grundschulen für den Ganztag zur Verfügung stellt.  

    Weitere Schritte folgen

    Die Finanzierung für das kommende Schuljahr ist nun sichergestellt. Jetzt können die weiteren Schritte folgen. Anfang Mai sollen die Genehmigungen des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung (RLSB) für die Umwandlung der Grundschulen vorliegen, die bislang noch keine Ganztagsschulen sind. Außerdem kann die Stadtverwaltung eine Rahmenvereinbarung mit dem Land zur Umsetzung des Ganztags sowie Kooperationsverträge mit Grundschulen und Kooperationspartnern für die Ganztagsbetreuung abschließen. Parallel arbeitet die Verwaltung weiter daran, die Räume und die Ausstattung zur Verfügung zu stellen, die benötigt werden

    „Die Umsetzung des Ganztags findet damit noch nicht ihr Ende“, betont Gabriele Scholz. „Auch die Voraussetzungen für die Ferienbetreuung werden geschaffen, die erforderlichen Baumaßnahmen werden priorisiert und geplant. Außerdem wird ein Rahmenkonzept erarbeitet, in dem u. a. qualitative und quantitative Standards festgelegt werden sollen. Insgesamt handelt es sich beim Ganztag um einen fortlaufenden Prozess, der mit Blick auf die Nutzung und Weiterentwicklung der Angebote kontinuierlich evaluiert werden wird.“

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