Pferde helfen ab 10. August bei Pflege einer städtischen Ausgleichsfläche
Hansestadt Lüneburg. – Eine Ausgleichsfläche in Ochtmissen, westlich neben der Vögelser Straße 22, lässt die Hansestadt ab dem 10. August mit Unterstützung von Pferden pflegen und entkusseln. Auf der Fläche sollen aufgekommene Traubenkirschen, Birken und Kiefern entfernt werden.
Diese Maßnahme vermeidet die Verbuschung und dient der langfristigen Offenhaltung des Gebietes.
Für die Arbeiten werden Kaltblutpferde eingesetzt. Diese ziehen die Gehölze mit Hilfe einer Kette aus dem Boden, meist mitsamt Wurzeln. Dies ist bei Bäumen mit einem Stammumfang von bis zu etwa 50 Zentimetern möglich.
Die Pflanzen werden anschließend von der Fläche entfernt oder stellenweise als Totholzhaufen belassen. Bei größeren Traubenkirschen und Kiefern wird die Rinde in Teilen entfernt, um die Bäume gezielt absterben zu lassen. Das entstehende Totholz stellt einen ökologisch wertvollen Lebensraum für Insekten und Vögel dar.
Schonender Einsatz für den Naturschutz
Die Maßnahme ist aus naturschutzfachlicher Sicht wichtig, da auf der Fläche seltene Rentierflechten vorkommen. Diese wurden im Zuge des Bauvorhabens Hanseviertel als Ausgleichsmaßnahme hier angesiedelt. Zudem kommen dort zahlreiche geschützte Zauneidechsen vor.
Durch den Einsatz der Pferde kann die Pflege sehr bodenschonend erfolgen. Während der Arbeiten ist stets eine Person vor Ort, die die Pferde anleitet und den Einsatz begleitet.
Die Maßnahme wird voraussichtlich rund drei Tage dauern.

Ab dem 10. August wird diese Ausgleichsfläche in Ochtmissen mit Hilfe von Pferden entkusselt.
Foto: Hansestadt Lüneburg
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