Lüneburg verstärkt Schutz von Innenstadt und Veranstaltungen
HANSESTADT LÜNEBURG. - Die Hansestadt Lüneburg erhöht die Sicherheit in der Innenstadt und bei Veranstaltungen und setzt künftig auf ein modernes Zufahrtsschutzkonzept. Ziel ist es, Veranstaltungen und stark frequentierte Bereiche besser vor unbefugtem Verkehr zu schützen.
„Mit der Kombination aus mobilen Fahrzeugsperren und einem gut funktionierenden Pollersystem erhöhen wir die Sicherheit deutlich. Wir können so flexibel auf unterschiedliche Situationen reagieren“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch.
In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat die Verwaltung beauftragt, noch im Jahr 2026 eigene mobile Fahrzeugsperren anzuschaffen. Dafür sind rund 740.000 Euro vorgesehen.
Die mobilen Systeme sind zertifiziert und können bei Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden. Sie sollen nach und nach die bisher genutzten Betonblöcke und Fahrzeuge ersetzen, die nicht mehr den neuesten Sicherheitsstandards entsprechen.
Neue Technik hat sich bereits bewährt
Die neue Technik hat sich bereits beim jüngsten Stadtfest „Lüneburg feiert 2026“ bewährt. Dort kamen erstmals zertifizierte mobile Sperren zum Einsatz. Polizei, Besuchende sowie der Einzelhandel bewerteten die Maßnahmen durchweg positiv.
Bis die neuen Systeme vollständig zur Verfügung stehen, wird die Stadt weiterhin mobile Sperren anmieten, um Veranstaltungen sicher durchführen zu können.
Finanziert werden sollen die Maßnahmen aus den Bundesmitteln „Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität“, die die Hansestadt erhält, wenn der Niedersächsische Landtag das Kommunalinfrastrukturfördergesetz verabschiedet hat. Es regelt, wie die sogenannte Landessäule aus den Bundesmitteln in Höhe von 100 Milliarden Euro in Niedersachsen auf die Kommunen verteilt wird.
Zusätzlich werden versenkbare Polleranlagen gebaut
Zusätzlich plant die Hansestadt, im Jahr 2027 weitere feste, versenkbare Polleranlagen an wichtigen Zufahrten zur Innenstadt zu bauen. Diese sollen an der Bardowicker Straße, An den Brodbänken, in der Roten Straße und Bei der St. Johanniskirche installiert werden. Insgesamt werden dafür rund 380.000 Euro kalkuliert.
Die festen Poller regeln künftig den Alltag in der Fußgängerzone: Lieferverkehr ist weiterhin in den Morgenstunden möglich, außerhalb dieser Zeiten wird die Zufahrt automatisch eingeschränkt. Bei Großveranstaltungen gelten strengere Regeln – dann dürfen nur Einsatz- und Rettungsfahrzeuge passieren.
Lüneburgs Ordnungs- und Verkehrsdezernent Markus Moßmann betont: „Es geht immer darum, unberechtigte Verkehre wirksam zu verhindern und zugleich die Erreichbarkeit für alle berechtigten Verkehre sicherzustellen.“
Entsprechend werden sich die Polleranlagen so steuern lassen, dass Rettungsfahrzeuge, Pflegedienste, Lieferverkehr, ÖPNV, Taxen, Handwerker und natürlich Anwohnende zuverlässig passieren können.

Erstmals sind beim diesjährigen Stadtfest mobile Fahrzeugsperren in Kombination mit Betonblöcken zum Einsatz gekommen. Perspektivisch sollen die mobilen Systeme die Betonblöcke und Fahrzeugsperren komplett ablösen.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Hansestadt Lüneburg
Pressestelle
+49 4131 309-3113
E-Mail senden