Hansestadt plant behutsame Sanierung und Aufwertung am Kalkberg
HANSESTADT LÜNEBURG. – Der Lüneburger Kalkberg, einstige Gipshöhe über dem Salzstock der Stadt und heute Naturschutzgebiet mitten in Lüneburg, soll in den kommenden Jahren behutsam saniert und weiterentwickelt werden.
Über Jahrhunderte wurde hier Gips abgebaut, bevor der Abbau in den 1920er-Jahren endete. Seit den 1930er-Jahren steht der Bereich unter Schutz und bietet bis heute einen weiten Panoramablick über die Stadt.
Welche Pläne die Hansestadt bei der Umgestaltung verfolgt, stellte Constanze Keuter, Bereichsleiterin Grünplanung und Forsten, jetzt im Umweltausschuss vor.
Steganlage soll das Gelände barrierefrei begehbar machen
„Im Mittelpunkt des Vorhabens steht eine Aufwertung der Aussichtsplattform und eine Sanierung der Treppenanlage, zugleich sollen Besucher:innen mit Blick auf den Tier- und Pflanzenschutz besser gelenkt werden“, erläutert Constanze Keuter. Denn aktuell gibt es viel genutzte Trampelpfade und zu viel Aufenthalte mitten in dem empfindlichen Ökosystem, das insbesondere für Fledermäuse und Leuchtkäfer, aber auch für Brutvögel, Wildbienen und Reptilien bedeutsam ist.
Um das zu verhindern soll künftig eine Steganlage den Kalkberggrund durchqueren. Damit wird der Kalkberggrund erstmals auch barrierearm nutzbar sein, etwa für Menschen mit Kinderwagen oder Rollstuhl.
„Durch Infotafeln und eine Wegeführung, die Rücksicht auf Naturschutzbelange nimmt, wollen wir einen Kompromiss zwischen Naturschutz und Naherholung schaffen“, betont Keuter.
Planung und Bauabschnitte
Ende 2025 hatte die Hansestadt die Planungsleistungen an das Büro Lichtenstein Landschaftsarchitekten vergeben, jetzt wurde ein erstes Vorkonzept vorgestellt. Dieses sieht zwei Bauabschnitte vor.
- Im ersten Bauabschnitt sollen die Eingangsbereiche, die Aussichtsplattform sowie Wege und Treppenanlagen erneuert beziehungsweise instandgesetzt werden.
- Der zweite Bauabschnitt soll dann den Kalkberggrund und die Steganlage in den Blick nehmen.
Startschuss für die Maßnahmen, die im Rahmen des Förderprogramms Grünband Innenstadt umgesetzt werden, könnte Ende dieses Jahres oder 2027 sein.

Foto: Hansestadt Lüneburg
Information und Beteiligung
Begleitend zur baulichen Umsetzung wird die Hansestadt vorhandene Beschilderungen erneuern und neue, kleinere Infotafeln an Aussichtsplattform und Steg ergänzen. Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt in enger Abstimmung mit Naturschutzverbänden wie dem BUND.
Ziel ist es, Wissen zum „Wald in der Stadt“, zur besonderen Geologie des Kalkbergs und zu den Arten am Standort anschaulich zu vermitteln und Besucherinnen und Besucher zu einem rücksichtsvollen Verhalten zu motivieren.

Luftaufnahme des Kalkbergs mit Umgebung
Quelle: Geodaten der Hansestadt Lüneburg
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