Hansestadt macht sich auf den Weg zur „nachhaltigen Sportstadt Lüneburg 2040“
Hansestadt Lüneburg. – Erstmals gibt es für Lüneburg eine Sportentwicklungsplanung. Die hat der Rat der Hansestadt am 21. Mai einstimmig beschlossen. Damit bekennen sich Verwaltung und Politik zur Vision, „nachhaltige Sportstadt Lüneburg 2040“ werden zu wollen.
„Das Konzept ist einvernehmlich mit dem Lüneburger Sportbeirat und dem Kreissportbund erarbeitet worden. Es ist ein Meilenstein für die Hansestadt mit ihrer großen Sportfamilie“, sagt Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch. „Sport und Bewegung fördern nicht nur die Gesundheit. Sie sind wichtige Bausteine der Gesellschaft und elementar für die Weiterentwicklung unserer Stadt.“
Die Ziele der Sportentwicklungsplanung:
- Alle sollen Zugang zu einem vielfältigen und inklusiven Sportangebot haben.
- verschiedene frei zugängliche Sportanlagen im öffentlichen Raum
- Der Anteil der Menschen, die in Lüneburger Sportvereinen organisiert sind, soll steigen.
- Alle Sportvereine sollen über gut ausgebildete Übungsleitende verfügen.
- gute Bedingungen für den Trainings- und Spielbetrieb
- klare und verständliche Priorisierungsregelungen für Sportinfrastrukturprojekte
- sportliche Leuchttürme, die über die Region hinaus strahlen
- Vereine können ihre Projekte auch dank transparenter und gut aufgestellter Sportförderung der Hansestadt umsetzen.
- Sportvereine werden elementarer Bestandteil des Ganztags in Schulen.
- Bei städtischen Bauvorhaben wird die Schaffung von Sportgelegenheiten immer mitgedacht.
- Die Lüneburger Sportkonferenz lädt anlassbezogen Akteure zum Austausch ein.
- Der Kinder- und Jugendsport wird besonders gefördert.
- Ebenso setzt sich die Hansestadt Lüneburg für die Förderung des Behindertensports ein.
Bis 2040 will Lüneburg so zur nachhaltigen Sportstadt werden.
Neben einer gut aufgestellten kommunalen Sportförderung und Kooperationsprojekten ist vor allem eine moderne Sportinfrastruktur wichtig. Um künftige Projekte transparenter zu priorisieren, hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit Sportbeirat und Kreissportbund eine Matrix entwickelt. Anhand eines feststehenden Fragenkatalogs bekommen die Projekte für gesellschaftliche Erreichbarkeit, strategische Bedeutung, Umsetzbarkeit sowie Nachhaltigkeit und Innovation Punkte. Vom Ergebnis leitet sich die Priorisierung ab.
Neuer Sportpark entsteht am Bilmer Berg
Ein besonderes Projekt für die Lüneburger Sportinfrastruktur wird der neue Sportpark der bis etwa 2030/2031 am Bilmer Berg entstehen soll. „Der Sportpark wird das mit Abstand größte Sportinfrastrukturprojekt der vergangenen und der kommenden Jahre“, sagt Lüneburgs Sportdezernent Matthias Rink. „Das gemeinsame Ziel ist es, einen modernen Leuchtturm zu schaffen, der sowohl den Spitzen- als auch den Breiten- und Freizeitsport fördert.“
Landesmittel für den Lüneburger Sport
Der Rat der Hansestadt hat am 21. Mai ebenfalls beschlossen, die vom Land Niedersachsen aus dem „Pakt für Kommunalinvestition / KIP 3“ bereitgestellten Mittel in Höhe von rund 2,8 Millionen Euro für die Lüneburger Sportinfrastruktur zu verwenden. Rund 225.100 Euro fließen in die Sanierung von Rasenspielfeldern der Lüneburger SV in Kaltenmoor.
Einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 250.000 Euro gibt es für die Sanierung der Rundlaufbahn beim MTV Treubund Lüneburg in der Uelzener Straße. Die übrigen finanziellen Mittel werden als Anschubfinanzierung für die Entwicklung des Sportparks Bilmer Berg genutzt.
Hintergrund zur Sportentwicklungsplanung
2019 hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Kreissportbund die Erarbeitung einer Sportentwicklungsplanung begonnen. Bis 2022 wurde – teils unter den Bedingungen der Corona-Pandemie – ein Prozess angeschoben, der auf die Beteiligung möglichst vieler Akteure ausgelegt war. Ende 2022 wurde zudem die Sportstättenbedarfsanalyse fertiggestellt.
Mit der Übernahme des Sportbereichs durch Stadtkämmerer Matthias Rink und einem neuen Team nahm die Sportentwicklungsplanung Fahrt auf. Seit 2025 hat die Steuerungsgruppe Sportentwicklungsplanung mehrere Handlungsfelder entwickelt.
2026 wurde das fertige Konzept der Politik sowie Sportbeirat und Sportvereinen präsentiert. Die Vereine haben im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Sportbeirates dem Konzept ihre breite Zustimmung gegeben.
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