Hansestadt Lüneburg begrüßt Einigung auf Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover
Hansestadt Lüneburg. – Neubaustrecke ja oder nein? Eine Entscheidung scheint kurz bevorzustehen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gab es in Berlin eine politische Einigung für den Bau einer neuen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover – zusätzlich zur bestehenden Strecke. Die entsprechenden Beschlüsse sollen kommende Woche gefasst werden.
Immer wieder hatten sich die Hansestadt und der Landkreis Lüneburg in den vergangenen Jahren für den Neubau eingesetzt.
„Wer die Schiene in Norddeutschland wirklich zukunftsfähig machen will, kommt um den Neubau nicht herum“, machte Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch wiederholt deutlich.
Mit Blick auf die bevorstehenden Beschlüsse verdeutlicht die Oberbürgermeisterin:
„Ich begrüße die politische Einigung auf eine Neubaustrecke zwischen Hannover und Hamburg ausdrücklich. Die Bahn in Norddeutschland braucht mehr Kapazitäten. Nur so können die bestehenden Probleme dauerhaft gelöst werden.
Eine Neubaustrecke schafft Platz für mehr Fern-, Regional- und Güterverkehr. Sie kann Engpässe auf der überlasteten Bestandsstrecke verringern. Außerdem ermöglicht sie kürzere und zuverlässigere Reisezeiten. Das ist ein wichtiger Schritt für die Verkehrswende.
Wir müssen mehr Güter von der Straße auf die klimafreundlichere Schiene verlagern. Die Neubaustrecke schafft dafür neue Möglichkeiten im Seehafenhinterlandverkehr. Das ist für Deutschland als Transitland besonders wichtig. Dabei geht es auch um Verbindungen nach Skandinavien und in den Mittelmeerraum. Perspektivisch trägt die Neubaustrecke dazu bei, den Deutschlandtakt umzusetzen.
Gleichzeitig erinnere ich an die Erwartungen und Zusagen von Bund und Deutscher Bahn gegenüber den Kommunen und der Region: Die Bestandsstrecke darf nicht ins Abseits geraten. Sie muss umfassend saniert, technisch verbessert und ausgebaut werden. Dazu gehört auch zusätzlicher Lärmschutz. Nur so kann zum Beispiel der dringend benötigte 15-Minuten-Takt zwischen Lüneburg und Hamburg zuverlässig angeboten werden.
Die neue und die bestehende Strecke müssen als gemeinsames, zukunftsfähiges System geplant und betrieben werden. Davon müssen der Fernverkehr und der Regionalverkehr profitieren. Dazu gehört auch eine weiterhin verlässliche Fernverkehrsanbindung für Lüneburg, Uelzen und Celle.
Den politischen Beschlüssen müssen schnell konkrete und überprüfbare Vereinbarungen folgen. Es gilt, verlorene Zeit aufzuholen. Lüneburg unterstützt den notwendigen Ausbau der Schieneninfrastruktur. Wir werden aber darauf achten, dass die Interessen der Region, ein attraktiver Regionalverkehr und eine verlässliche Fernverkehrsanbindung verbindlich gesichert werden.“
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