Hansestadt baut Sicherheitskonzept für „Lüneburg feiert“ weiter aus
HANSESTADT LÜNEBURG. – Die Hansestadt wird die Sicherheitsstandards für Veranstaltungen in der Innenstadt weiter erhöhen. Bereits zum Stadtfest „Lüneburg feiert“ Anfang Juni kommen zusätzliche mobile Fahrzeugsperren in der Innenstadt zum Einsatz.
Es handelt sich um zertifizierte mobile Sperren, die vor möglichen Angriffen mit Fahrzeugen schützen sollen. Ergänzt werden diese durch umlegbare Segmente, die manuell bedient werden und berechtigten Fahrzeugen eine kontrollierte Zufahrt ermöglichen.
„Diese mobilen Sperren werden wir uns zum Stadtfest ausleihen, aber perspektivisch selbst beschaffen“, erläutert Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch in der jüngsten Ratssitzung. „Denn wir benötigen diese Sperren dauerhaft für die Absicherung von Veranstaltungen.“
Stadt im Austausch mit Fachleuten
Hintergrund der weiteren Maßnahmen sind auch aktuelle Entwicklungen und der enge Austausch mit anderen Kommunen sowie dem Niedersächsischen und Deutschen Städtetag. Nach dem jüngsten Vorfall in Leipzig habe die Stadt erneut intensive Gespräche mit Fachleuten und kommunalen Vertreter:innen geführt.
Dabei sei deutlich geworden: Mobile Lösungen können Veranstaltungen punktuell absichern, stellen jedoch nur einen Teil eines umfassenden Sicherheitskonzepts dar. Fachleute empfehlen deshalb zusätzlich dauerhaft installierte Polleranlagen. Ein entsprechendes Konzept liegt bereits vor.
Ziel ist es, langfristig einen Sicherheitsraum in der Innenstadt zu schaffen und das Risiko bekannter Anschlagsszenarien zu reduzieren – nicht nur bei Großveranstaltungen, sondern auch im Alltag.
„Wir wollen weiterhin eine attraktive Innenstadt, in der Menschen möglichst sicher unterwegs sind und sich auch sicher fühlen“, betont Kalisch. Neben verkehrlichen Aspekten gehe es vor allem um zeitgemäße Sicherheitsstandards für stark frequentierte Innenstadtbereiche.
Polleranlagen sind in Vorbereitung
Die Arbeiten für die erste versenkbare Polleranlage in der Neuen Sülze laufen bereits. Sie bildet den ersten Schritt hin zu einem System automatischer Zugangskontrollen.
Die Umsetzung einer weiteren Anlage in der Bardowicker Straße ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Weitere Standorte – unter anderem bei den Brodbänken, in der Roten Straße und im Bereich der Johanniskirche – sind bislang in der Finanzplanung berücksichtigt.
Nach Einschätzung der Stadt ist jedoch ein höheres Umsetzungstempo notwendig. Deshalb soll das Thema zeitnah erneut im Ausschuss für Gefahrenabwehr beraten werden. Die Verwaltung wird dort konkrete Vorschläge zur Erweiterung und Beschleunigung des bisherigen Konzepts vorstellen.
Für das bevorstehende Stadtfest gilt bereits jetzt: Die Hansestadt Lüneburg wird für „Lüneburg feiert“ ein nochmals verbessertes Sicherheitskonzept umsetzen.

Archiv-Foto: Hansestadt Lüneburg
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