Dank und Wehmut beim Abschied von Heike Gundermann – Stadtbaurätin geht nach 30 Jahren in den Ruhestand
HANSESTADT LÜNEBURG. – Nach 30 Jahren im Dienst der Hansestadt Lüneburg ist Stadtbaurätin Heike Gundermann in den Ruhestand verabschiedet worden. In der jüngsten Ratssitzung würdigten Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch, Ratsmitglieder sowie weitere Weggefährtinnen und Weggefährten ihr Wirken und dankten ihr für ihr langjähriges, besonderes Engagement.
Als Leiterin des städtischen Baudezernats hat Heike Gundermann die Entwicklung der Hansestadt über drei Jahrzehnte maßgeblich geprägt. Ihre Aufgabenfelder waren vielfältig, ebenso die damit verbundenen Herausforderungen. Dabei fand sie nach einhelliger Einschätzung der Rednerinnen und Redner stets gute Lösungen und Kompromisse. Immer wieder gelang es ihr, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und tragfähige Lösungen für die Stadt zu entwickeln.
Oberbürgermeisterin Kalisch dankte der scheidenden Stadtbaurätin für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Leidenschaft, Kompetenz, Kreativität und Menschlichkeit. „Danke, dass Du unsere Stadt so bereichert hast“, sagte Kalisch.
30 Jahre Stadtentwicklung, Denkmalschutz und Wohnungsbau
Zu den großen Aufgabenfeldern der Stadtbaurätin gehörten unter anderem die Konversion der Kasernen in den 1990er-Jahren zur Universität und zum Stadtteil Hanseviertel, der Schutz und die behutsame Weiterentwicklung der historischen Altstadt, der Denkmalschutz, die Stadtsanierung, der Wohnungsbau in vielen Bereichen der Stadt sowie der Ausbau wichtiger Infrastruktur-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen.
Zu ihren Herzensthemen zählten unter anderem die Sanierung des historischen Rathauses, der Aus- und Umbau der Fußgängerzonen, die Gestaltung öffentlicher Plätze und besonders die Erinnerungskultur in Lüneburg. Letztere wird sichtbar etwa in der Synagogen-Gedenkstätte, der Umgestaltung des Mahnmals im Tiergarten und der Neugestaltung des Jüdischen Friedhofs.
„Geschichte und Erinnerung müssen Teil des Stadtbildes sein“, so Claudia Kalisch in ihrer Rede vor dem Rat. „Ich bin dankbar, dass sich Lüneburg auch dank dieser Haltung von Heike Gundermann seiner großen Verantwortung bewusst ist.“
Lob für Fachkompetenz und Engagement
Heike Gundermann selbst blickte in ihrer Abschiedsrede mit Dankbarkeit und auch mit Wehmut auf ihre Zeit in Lüneburg zurück: „Es war ein Privileg, die Stadt gestalten zu dürfen.“ Zugleich zog sie ein persönliches Fazit aus drei Jahrzehnten kommunaler Arbeit: „Ich habe gelernt, dass Kompromisse nicht schwächen, sondern stärken, weil sie unterschiedliche Perspektiven zusammenführen.“
Besonders dankte Gundermann ihrem Team im Baudezernat, den Ratsmitgliedern, den Dezernentinnen und Dezernenten sowie den vielen Menschen aus Vereinen, Verbänden, Initiativen und der Bürgerschaft, die die Stadtentwicklung begleitet und mitgestaltet haben.
Aus allen Fraktionen des Rates kam großes Lob für ihre Fachkompetenz, ihr Engagement und ihren langjährigen Einsatz für Lüneburg.

Die scheidende Stadtbaurätin Heike Gundermann (r.) mit ihrer Nachfolgerin Maja Lucht.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Nachfolgerin wird Maja Lucht
Nachfolgerin von Heike Gundermann wird Maja Lucht. Der Rat hatte die langjährige Mitarbeiterin der Hansestadt und bisherige Leiterin der städtischen Gebäudewirtschaft im Februar einstimmig zur neuen Stadtbaurätin gewählt.
Die 50-Jährige betonte in ihrer Antrittsrede: „Lüneburg ist wunderschön. Als Stadtbaurätin möchte ich die Identität dieser Stadt bewahren und zugleich mutig weiterentwickeln.“ Zugleich skizzierte sie ihr Verständnis von Verwaltung als verlässliche Partnerin von Politik und Stadtgesellschaft: „Gute Stadtentwicklung gelingt dauerhaft nur im Dialog. Ich stehe für respektvolle Zusammenarbeit, klare Kommunikation und Verlässlichkeit.“
Maja Lucht würdigte zudem ihre Vorgängerin: „Die Zusammenarbeit mit Heike Gundermann war für mich prägend. Sie hat das Baudezernat über viele Jahre mit hoher Kompetenz und großem Engagement für die Stadt gestaltet. Für das Vertrauen und viele gemeinsame Diskussionen bin ich sehr dankbar.“
Im vorausgegangenen Auswahlverfahren hatte sich Lucht unter zahlreichen Bewerberinnen und Bewerbern durchgesetzt. Ihre achtjährige Amtszeit beginnt am 1. Juni 2026.
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