Feierliche Unterzeichnung der Patenschaft zwischen Hansestadt Lüneburg und Aufklärungslehrbataillon 3 „Lüneburg“
Hansestadt Lüneburg. – Lüneburgs Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Oberstleutnant Jochen Moos, Kommandeur des Aufklärungslehrbataillons 3 „Lüneburg“, haben am heutigen Mittwoch, 30. September 2026, im Fürstensaal des Rathauses die Patenschaftsurkunde zwischen der Hansestadt und dem Bataillon unterzeichnet.
Die Zeremonie markiert zugleich den Abschied von Oberstleutnant Moos, der Lüneburg nach seiner Zeit als Kommandeur verlässt. Sein designierter Nachfolger, Oberstleutnant Sebastian Kaminsky, war bei der Unterzeichnung ebenfalls anwesend.
„Dieser Tag ist ein Tag des Vertrauens, des Verstehens und der Verlässlichkeit. Genau das zeichnet eine Patenschaft aus: Verantwortung und Fürsorge“, betonte Oberbürgermeisterin Kalisch in ihrer Rede. „Der Hansestadt Lüneburg liegt das Wohlergehen der Soldatinnen und Soldaten des Aufklärungslehrbataillons 3 ‚Lüneburg‘ am Herzen. Mit der Unterzeichnung der Urkunde ist es nicht nur amtlich – es ist uns eine Verpflichtung, der wir aus tiefer Überzeugung nachkommen.“
Der Rat der Hansestadt Lüneburg hatte in seiner Sitzung am 9. September 2026 beschlossen, eine offizielle Patenschaft mit dem Aufklärungslehrbataillon 3 „Lüneburg“ einzugehen. Lüneburg ist seit Jahrzehnten Garnisonsstadt. Kürzlich feierte das Bataillon sein 70-jähriges Bestehen – unter anderem mit einem Appell auf dem Marktplatz.
„Die Unterzeichnung ist weit mehr als eine Unterschrift auf edlem Papier. Sie ist die konsequente Fortsetzung einer bereits gelebten Partnerschaft und Kooperation. Mit dieser Patenschaft bringen wir die Verbundenheit zwischen Stadt und Bataillon sichtbar zum Ausdruck und schaffen eine bleibende Grundlage für einen konstruktiven und persönlichen Austausch“, sagte Kalisch vor den geladenen Gästen aus Bundeswehr, Politik und Gesellschaft.
Oberstleutnant Jochen Moos verwies in seiner Ansprache auf die lange gemeinsame Geschichte: „In meiner Wahrnehmung finden sich am heutigen Tag zwei Partner zusammen, die schon seit einiger Zeit in ‚wilder Ehe‘ miteinander lebten. Doch trotz vieler Signale der Zuneigung und Zugehörigkeit war der Schritt zur seriösen Verbindung bislang nicht beschritten. Daher freue ich mich und bin dankbar dafür, dass wir das am heutigen Tage ändern, indem wir eine formale Patenschaft begründen.“

Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch und Jochen Moos, Kommandeur des Aufklärungslehrbataillons 3 „Lüneburg“, bei der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunde im Fürstensaal des Rathauses.

Bei der Zeremonie war auch der designierte Nachfolger, Oberstleutnant Sebastian Kaminsky (r.), anwesend.
Fotos: Hansestadt Lüneburg
Bataillon seit 1959 in Lüneburg
Das Bataillon war 1956 in Lingen an der Ems aufgestellt worden und 1959 nach Lüneburg verlegt worden. Seitdem sei die Hansestadt „Lebensmittelpunkt“ des Bataillons. Als Beispiele der Verbundenheit nannte Moos die regelmäßige Präsenz von Soldatinnen und Soldaten im Stadtbild – etwa bei öffentlichen Appellen auf dem Marktplatz, bei der Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge oder bei Spendenläufen zugunsten des Kinderhospiz Löwenherz e.V. im Kurpark. Auch die Gelben Schleifen an den Stadteinfahrten und im Rathaus sowie die Weihnachtsgeschenke der Stadt für Soldat:innen im Auslandseinsatz seien Zeichen dieser Verbundenheit. Seit September 2008 trägt das Bataillon zudem den Beinamen „Lüneburg“ und ein entsprechendes Fahnenband auf der Truppenfahne.
Oberstleutnant Moos: „Die Verbindung zwischen unserer Garnisonsstadt und unserem Bataillon ist so vertrauensvoll, eng und belastbar, dass sie einer erfolgreichen ‚wilden Ehe‘ gleicht – im Grunde hätte sie keinen Trauschein benötigt. Gleichwohl ist es kein Schaden, wenn sich zwei, die wollen, wirklich zueinander bekennen. Das machen wir heute: in ehrlicher Wertschätzung miteinander verbunden und entschlossen, diese Verbundenheit weiterzuentwickeln und zu pflegen.“
Lüneburgs Oberbürgermeisterin begrüßte auch den designierten Nachfolger von Oberstleutnant Moos im Fürstensaal: „Dass Sie, Oberstleutnant Sebastian Kaminsky, heute hier sind, dokumentiert unsere Verbundenheit und den Wunsch nach Kontinuität. Herzlich willkommen in Lüneburg. Ich freue mich auf unser persönliches Kennenlernen. Auch Ihnen steht die Rathaustür stets offen.“
Viele Anlässe wird es auch weiterhin geben. Zumal der Bundeswehrstandort Lüneburg in den kommenden Jahren noch wachsen wird. Seit dem 1. Oktober 2025 wird in der Theodor-Körner-Kaserne der Aufstellungsstab der neu aufgestellten Heeresflugabwehrtruppe eingerichtet. Bis zu 2.000 Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeitende sowie deren Familien werden in Lüneburg erwartet. Dieser Zuzug wird weiteren Austauschbedarf mit sich bringen – etwa zu den Themen Wohnraum, soziale Infrastruktur und Mobilität.
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