Fahrradring: Rat stimmt neuen Plänen für den Abschnitt Ilmenaustraße/Altenbrückertorstraße zu
Hansestadt Lüneburg. – Die Verwaltung hat die Pläne für die Umgestaltung der Ilmenaustraße und der Altenbrückertorstraße im Zuge des Fahrradrings überarbeitet und in die politischen Gremien eingebracht. Grundlage waren Vorgaben des Rates, die Straße als sogenannte unechte Fahrradstraße auszugestalten – also mit Vorrang für den Radverkehr bei gleichzeitiger Freigabe für den motorisierten Verkehr – und dabei die vorhandene Zahl der Parkplätze zu erhalten. Zugleich sollte die Förderfähigkeit über das Bundesprogramm „Klimaschutz durch Radverkehr“ gesichert werden.
Die aktuelle Planung sieht nun vor, den Radverkehr im Mischverkehr auf einer durchgehend 5,50 Meter breiten Fahrbahn zu führen. Ergänzend sind Maßnahmen vorgesehen, die insbesondere die Sicherheit für abbiegende Radfahrende erhöhen, etwa durch Sperrflächen und Inseln. Gleichzeitig sollen im Kontext der Maßnahme die Gehwege barrierefrei gestaltet und – wo möglich – verbreitert werden. Auch die Aufenthaltsqualität entlang der Ilmenau soll in dem Zusammenhang verbessert werden; alle Bestandsbäume bleiben erhalten.
Anpassungen, um politische Vorgaben umzusetzen
Um die politischen Vorgaben umzusetzen, waren jedoch Anpassungen erforderlich. So bleiben im südlichen Abschnitt Querparkstände erhalten. Dadurch reduziert sich die Gehwegbreite auf rund 1,50 Meter über eine Länge von etwa 100 Metern. Als Ausgleich wird eine zusätzliche Querungsmöglichkeit für den Fußverkehr geschaffen. Im nördlichen Bereich werden zudem Fahrradbügel versetzt, um den gewünschten Erhalt der Pkw-Stellplätze zu ermöglichen. Insgesamt bleibt die Zahl der Stellplätze mit 72 bis 73 auf dem heutigen Stand.
„Trotz der notwendigen Kompromisse verbessert die Planung die Sicherheit für den Radverkehr spürbar“, sagt Lüneburgs Verkehrsdezernent Markus Moßmann. Gleichzeitig erfüllt die überarbeitete Planung weiterhin die Voraussetzungen für die bereits eingeworbenen Fördermittel: Für Maßnahmen, die den Radverkehr entlang des Rings fördern, werden rund 2,6 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung gestellt, eine Förderquote von bis zu 90 Prozent.
Motorisierter Verkehr erlaubt, Vorrang für Radverkehr
Nach den Beschlüssen in Verwaltungsausschuss und Rat wird nun die Entwurfsplanung erarbeitet. Anschließend folgen Ausschreibung und Vergabe. Die bauliche Umsetzung ist für die Jahre 2027/2028 vorgesehen.
Der Abschnitt Ilmenaustraße und Altenbrückertorstraße ist Teil des Gesamtprojekts „Fahrradring Lüneburg“. Dieser verbindet zentrale Ziele in der Innenstadt und verbessert schrittweise die Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr.
Auf dem Fahrradring bleibt der motorisierte Verkehr zugelassen, der Radverkehr hat jedoch Vorrang.

Der Abschnitt Ilmenaustraße und Altenbrückertorstraße ist Teil des Gesamtprojekts „Fahrradring Lüneburg“. Dieser verbindet zentrale Ziele in der Innenstadt und verbessert schrittweise die Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Hansestadt Lüneburg
Pressestelle
+49 4131 309-3113
E-Mail senden