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    Pressemitteilung vom 14.07.2026

    Erfolgreicher Antrag von Hansestadt und Flecken: Die Förderung für den St. Nikolaihof in Bardowick wird erweitert und verlängert

    Hansestadt Lüneburg. – Die Hansestadt Lüneburg und der Flecken Bardowick freuen sich über die Verlängerung des Förderzeitraums für den St. Nikolaihof. „Die Förderung gibt uns die nötige Planungssicherheit, um die denkmalgerechte Sanierung weiterzuführen und den begonnenen Weg erfolgreich abzuschließen“, betont Lüneburgs Baudezernentin Maja Lucht.

    „Das ist eine sehr gute Nachricht für alle, die sich seit Jahren für den Erhalt des Nikolaihofs einsetzen“, erklärt die stellvertretende Gemeindedirektorin Sandra Ahlers.

    Förderung bis zum Jahr 2034 in Aussicht

    Im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ wurde dem Antrag auf Verlängerung des Förderzeitraums sowie auf Erhöhung der Fördermittel zugestimmt. Damit kann die Förderung bis zum Jahr 2034 in Anspruch genommen werden.

    Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf rund 11,4 Millionen Euro. Davon werden rund 7,6 Millionen Euro – entsprechend einem Förderanteil von zwei Dritteln – aus Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt. Der nicht geförderte Eigenanteil für Sanierungen ist durch die Hospitalstiftung  St. Nikolaihof aufzubringen.

    Ausschlaggebend für die Erweiterung und Verlängerung der Förderung ist der hohe denkmalpflegerische Wert des Ensembles, der dazu geführt hat, dass nach und nach weitere erhaltenswerte Gebäude in die Sanierung aufgenommen wurden.

    Mit der bewilligten Fortschreibung kann die Gesamtmaßnahme konsequent fortgeführt und zu einem stimmigen Abschluss für den Flecken und die Region gebracht werden.

    Nächster Sanierungsabschnitt

    Im nächsten Sanierungsabschnitt werden die Gebäude Provisorat und das Gebäude 19d (Herrenpfründnerhaus) umfassend saniert. Außerdem werden die Arbeiten an den Freianlagen im nächsten Sanierungsabschnitt fortgeführt.

    Der Name „Provisor“ bezeichnete den vom Rat eingesetzten Aufseher, der den Güterbesitz des Hospitals verwaltete. Dieses Amt wurde als Ehrenamt ausgeübt. Mitte des 16. Jahrhunderts entstand für den Provisor das sogenannte Provisorat, das aus dem Wirtschaftsteil von 1551 und dem Sommerhaus von 1559 besteht. Das Sommerhaus diente dem Provisor dabei ausschließlich als vorübergehender Aufenthaltsort. Später wurde das Sommerhaus wohnwirtschaftlich genutzt.

    Café im Sommerhaus des Provisorats geplant

    Nach Abschluss der Baumaßnahmen soll das Provisorat der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Nach derzeitigem Planungsstand ist vorgesehen, das Sommerhaus als Café und den Wirtschaftsteil als Multifunktionsraum zu nutzen. So entsteht ein attraktiver Aufenthaltsort, der das historische Ensemble sinnvoll ergänzt und erlebbar macht und Besuchenden vielfältige Möglichkeiten zum Verweilen und Begegnen bietet.

    Info

    Nach Abschluss der Baumaßnahmen soll das Provisorat der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Nach derzeitigem Planungsstand ist vorgesehen, das Sommerhaus als Café und den Wirtschaftsteil als Multifunktionsraum zu nutzen.  

    Bedeutung des St. Nikolaihofs

    Der St. Nikolaihof in Bardowick wurde erstmals im Jahr 1251 urkundlich erwähnt und entstand als Leprahospiz für an Lepra erkrankte Menschen aus Lüneburg. Die Einrichtung befand sich weit vor den Toren Lüneburgs und diente der Unterbringung und Versorgung der Erkrankten. 

    Heute zählt er zu den geschichtlich und denkmalpflegerisch bedeutendsten Anlagen der Region. Mit seinem über Jahrhunderte gewachsenen Gebäudebestand prägt er bis heute das südöstliche Ortsbild Bardowicks und ist zugleich ein bedeutendes Zeugnis sozialer Fürsorge und städtebaulicher Entwicklung.

    Das unter Denkmalschutz stehende Gesamtensemble befindet sich im Eigentum der Stiftung Hospital St. Nikolai, die durch die Hansestadt Lüneburg vertreten wird und bedarf einer umfangreichen Sanierung. 

    Aus diesem Grund wurde der Nikolaihof im Jahre 2009 erfolgreich in das Städtebauförderungsprogramm des Bundes und der Länder aufgenommen. 

    Erste Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, darunter die Sanierung des Alten und Neuen Männerhauses (heute durch die Bücherei der Samtgemeinde Bardowick genutzt), die Sanierung des Herrenpfründnerhauses sowie des Organistenhauses und die Herstellung verschiedener Freiflächen.