Maßnahmen zur Klimaanpassung
Das Klimaanpassungskonzept der Hansestadt Lüneburg entwickelt Strategien
Das Klimaanpassungskonzept der Hansestadt Lüneburg wurde im Zeitraum 2023–2024 unter breiter Beteiligung erarbeitet. Es enthält eine detaillierte Analyse klimatischer Risiken und entwickelt zielgerichtete Strategien, um den Herausforderungen des Klimawandels wirksam zu begegnen.
Auf Grundlage aktueller Klimamodelle wurden die potenziellen Auswirkungen des Klimawandels für die Hansestadt Lüneburg in unterschiedlichen Szenarien untersucht. Dabei wurde auch die Verknüpfung mit den globalen Nachhaltigkeitszielen (SDGs) berücksichtigt. Auf dieser Basis sollen in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteur:innen geeignete Maßnahmen entwickelt und ein Monitoringkonzept erarbeitet und validiert werden.
Zu den zentralen Handlungsfeldern gehören das Starkregenmanagement, der Hitzeschutz sowie eine nachhaltige und klimaresiliente Stadtplanung.
Am 22. April 2025 wurde das fertige Konzept im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt (Präsentation im Download verfügbar). Diese fand im Rahmen eines Themenmonats zur Klimaanpassung statt und wurde von einer Ausstellung sowie zwei Fachveranstaltungen begleitet: dem Hitzedialog und dem Dialog Starkregen.
Gemeinsam mit interessierten Bürger:innen wurde das Konzept vorgestellt und diskutiert. Nun soll die Umsetzung mit Schwung und im Dialog weiter vorangetrieben werden.
Die Erarbeitung des Klimaanpassungskonzepts wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert. Projektträgerin ist die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG).

Hansestadt Lüneburg
Klimaanpassungsmanagement
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Hansestadt Lüneburg
Klimaschutzkoordination
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Stadtklimaanalyse
Klimawandel im Blick
Um die Folgen des Klimawandels bei den kommunalen Siedlungsplanungen noch besser berücksichtigen zu können, wurde ein gesamtstädtisches Klimagutachten (Stadtklimaanalyse) erstellt. Das Gutachten, das das Büro Geo-Net Umweltconsulting GmbH aus Hannover im Auftrag des Rates für die Hansestadt erstellt hat, schlägt für Lüneburg diverse Maßnahmen vor, darunter die Entsiegelung von Wege- und Parkplatzflächen, eine Erhöhung des Grünanteils in hitzebelasteten Gebieten sowie Dach- und Fassadenbegrünungen.
Auch bei neuen Bebauungsplänen werden vertiefende Untersuchungen zu den Frischluftbewegungen und den Temperaturauswirkungen erstellt und in die erforderlichen Umweltberichte eingearbeitet. Bei Flachdachbebauung wird immer häufiger eine Dachbegrünung vorgeschrieben und umgesetzt.
Um noch detailliertere Aussagen machen zu können, wurde die Klimaanalyse von 2019 im November 2022 auf Grundlage eines genaueren Rasters vertieft und aktualisiert (pdf-Version als Download). Der Fokus lag dabei auf besonders vulnerablen Einrichtungen, sprich auf Kindergärten, Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeeinrichtungen sowie Schulen.
Grundlage des Gutachtens sind Informationen etwa über die Topographie der Stadt, den Versiegelungsgrad, die Gebäudehöhen, die vorhandenen Grünflächen und meteorologische Besonderheiten. Der Gutachter, Diplom-Geograph Peter Trute, von Geo-Net, hatte in den öffentlichen Beratungen das Vorgehen bei der Erstellung des Gutachtens erläutert, die Ergebnisse der Stadtklimaanalyse sowie die damit verbundenen Empfehlungen für die Hansestadt dargestellt.
Besondere Aufmerksamkeit widmet das Gutachten dabei dem Effekt der „Städtischen Wärmeinseln“. Dabei geht es um die Frage, wie sich sommerliche Hochdruckwetterlagen auf verdichtete Gebiete auswirken - mit Blick auf die Temperaturen und die sogenannten bioklimatische Belastungen für die Bewohnerinnen und Bewohner.
Die Stadtklimaanalyse untersucht außerdem die Wechselwirkung zwischen der städtischen Bebauung einerseits und den Grünflächen als Ausgleichsraum andererseits. So wurde in dem Klimagutachten für Lüneburg unter anderem identifiziert, wie die einzelnen Wohnquartiere mit Kaltluft versorgt werden. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Flussauen und die Ufer der Ilmenau.
Ziel der Klimaanalyse ist es, die städtebauliche Entwicklung klimagerecht umzusetzen. Das Gutachten schlägt hier für Lüneburg diverse Maßnahmen vor, darunter die Entsiegelung von Wege- und Parkplatzflächen, eine Erhöhung des Grünanteils in hitzebelasteten Gebäudeblöcken sowie Dach- und Fassadenbegrünung.

Welche Bereiche in Lüneburg sind von Hitze betroffen und wo sind wichtige Kaltluftschneisen? Auskunft dazu gibt die Klimaanalyse für die Hansestadt.
Quelle: Geo-Net Umweltconsulting GmbH
Hansestadt Lüneburg
Bauleitplanung
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Stadt mit mehr Resilienz
Maßnahmen zur Klimaanpassung
Die Hansestadt Lüneburg setzt eine Vielzahl von Maßnahmen um, um sich an den Klimawandel anzupassen. Von der Begrünung städtischer Flächen bis hin zu neuen Wassermanagementstrategien werden zahlreiche Projekte gefördert, um die Resilienz der Stadt zu steigern.
Klimafonds
In der Hansestadt Lüneburg werden innerhalb des Klimafonds Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz gefördert:
- Herstellung von Dach- und Fassadenbegrünung
- Regenwassernutzung
- Energetische Sanierung von privatem Wohneigentum
- Nutzung regenerativer Energien

Gründach auf dem Johanneum
Foto: Hansestadt Lüneburg
Dach- und Fassadenbegrünung
Bei den städtischen Liegenschaften wird großer Wert auf die Errichtung von Gründachflächen auf Flachdächern zur Schaffung von Lebensräumen für Insekten sowie für klimagünstige Verdunstungsflächen gelegt. Ebenso wird bei der Fassadengestaltung auf die Wärmereflektion eines Gebäudes geachtet und geringer Flächenverbrauch bzw. die Reduzierung von versiegelten Flächen als Planungsziel verfolgt.
In Bebauungsplänen wie z.B. für das Hanseviertel oder für das Neubaugebiet Am Wienebütteler Weg wird die Dachbegrünung vorgeschrieben. Zusätzlich hat die Hansestadt Lüneburg ein Förderprogramm für die Dach- und Fassadenbegrünung aufgelegt.

Dachbepflanzung eines Schuppens
Foto: Berit Neß
Klimabäume und Aufforstung
Infolge des Klimawandels wird es zu einem Anstieg der Durchschnittstemperaturen und zu längeren Hitze- und Trockenperioden kommen. Manche Baum- und Pflanzenarten werden damit Probleme haben, andere weniger. Es ist daher wichtig, bei Pflanzungen im öffentlichen und privaten Raum schon heute Baum- und Pflanzenarten zu wählen, die an die zukünftigen Standortbedingungen angepasst sind. Um Lüneburg noch grüner zu machen und vor Ort etwas gegen den Klimawandel zu tun, hat die Hansestadt Lüneburg das Projekt Lünepaten ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern wurden von 2020 bis 2022 viele neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt. Dabei wurde auf die Auswahl von klimaangepassten Baumarten geachtet.

Beim Projekt Lünepaten wurden viele neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Integriertes Wasserversorgungs- und Wassermengen-Managementkonzept für den Raum Lüneburg-Uelzen (IWAMAKO)
Die Hansestadt Lüneburg beteiligt sich an einem Grundwassermanagementkonzept, das unter Federführung des Kreisverbandes der Wasser- und Bodenverbände Uelzen zusammen mit dem Landkreis Uelzen und dem Landkreis Lüneburg erarbeitet wird.
Vorgestellt werden sollen Handlungsempfehlungen zur zukünftigen Verwendung und zum sparsamen Verbrauch von Grundwasser sowie zum Erhalt seiner sehr guten Qualität. Ziel ist, diese Empfehlungen den Entscheidungsträgern von wasserrechtlichen Verfahren bezüglich der Nutzung von Grundwasser sowie dem Land Niedersachsen zuzuleiten, damit sie bei jeder Entscheidung in die Abwägung einfließen können.
Gleichzeitig ist der sorgsame Umgang mit Wasser im privaten Bereich von großer Bedeutung. Um die Bürger:innen bei einem umweltgerechten, nachhaltigen Umgang mit Regenwasser zu unterstützen, fördert die Stadt dies mit dem Förderprogramm der Hansestadt Lüneburg zur Regenwassernutzung.

Symbolbild: Pexels
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