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    Sanierung der Bahnstrecke Hamburg – Hannover

    Informationen für Bahnreisende aus Lüneburg zur „Qualitätsoffensive“

    Zwischen dem 1. Mai und dem 10. Juli 2026 saniert die DB InfraGo die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Hannover in drei Teilschritten. Dafür ist zunächst die Strecke zwischen Celle und Hannover gesperrt. Ab dem 14. Juni erfolgt die Vollsperrung. 

    Während der Bauarbeiten sind die Schienenverbindungen ab Lüneburg in Richtung Hannover und in Richtung Lübeck unterbrochen. In Richtung Dannenberg gibt es bis zum 13. Juni Unterbrechungen. 

    Die Hansestadt Lüneburg bündelt auf dieser Seite Informationen für Reisende und Pendler:innen zu Einschränkungen, Ersatzverkehr und weiteren Mobilitätsangeboten.

    Schienenersatzverkehr am ZOB Lüneburg 

    Für den Schienenersatzverkehr (SEV) sind während der Sperrung die Niedersächsische Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) bzw. die Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH verantwortlich.

    Der Landkreis Lüneburg und die Hansestadt unterstützen am Bahnhof und am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB), um den SEV am Bahnhof abwickeln zu können. 

    Haltestelle am ZOB

    Die Haltestelle für die Busse des SEV wird am südlichen Teil des ZOB an der Treppe zur Dahlenburger Landstraße eingerichtet. Dort, gegenüber von Gleis 1, erfolgen Ein- und Ausstieg. 

    In dem mit „Schienenersatzverkehr“ ausgeschilderten Bereich können zwei Gelenkbusse hintereinander halten. 

    Alle übrigen Haltebuchten im überdachten Teil des ZOB nutzt der regionale Busverkehr der MOIN.

    Kontakt bei Rückfragen

    Für Fragen rund um den SEV stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahngesellschaft Metronom am ZOB und in der Mobilitätszentrale von Stadt und Landkreis zur Verfügung. 

    Die Busse des SEV bedient die Regionalbus Braunschweig GmbH, eine Tochter der DB Regio AG. Sie nimmt alle Anliegen zu den Abfahrts- und Pendelzeiten entgegen. 

    Mit dem SEV des Erixx ist das Unternehmen EcoVista beauftragt.  

    Taxen weichen aus

    Der bisherige Wartebereich für Taxen auf dem Standstreifen gegenüber der westlichen ZOB-Seite ist bis zum 10. Juli 2026 als Abstellmöglichkeit für wartende SEV-Busse vorgesehen. Die Taxen stehen deshalb in dieser Zeit auf der nördlichen, zur Bleckeder Landstraße liegenden „Kiss-and-Ride-Zone“. 

    Der Landkreis Lüneburg und die Hansestadt bitten alle Reisenden, Pendlerinnen und Pendler um Verständnis für die veränderten Abläufe rund um den SEV.

    Info

    Die Busse des Schienenersatzverkehrs (SEV) halten im farblich markierten Bereich am südlichen Teil des ZOB an der Treppe zur Dahlenburger Landstraße gegenüber von Gleis 1.
    Bild: Landkreis Lüneburg

    Fahrgemeinschaften bilden mit dem Routenretter

    Medieninformation vom 10.02.2026

    Um die Menschen aus Hansestadt und Landkreis Lüneburg, insbesondere diejenigen, die pendeln und damit auf Mobilität angewiesen sind, während der Streckensperrungen zu unterstützen, haben Stadt und Landkreis Lüneburg entschieden, ein Pendlerportal für die betroffenen Strecken in Auftrag zu geben. Eingerichtet hat die Plattform unter dem Namen Routenretter die Marktplatz Design und Software GmbH. 

    „Wir sind dankbar, dass die Marktplatz Agentur das Angebot kostenlos für alle zur Verfügung stellt und dass wir das Medienhaus Lüneburg als Partner bei diesem wichtigen Projekt gewinnen konnten“, betont Claudia Kalisch. Lüneburgs Oberbürgermeisterin weiter: „Durch das unzureichende Angebot der Bahn werden die Menschen gezwungen sein, in der Zeit der Sperrung aufs Auto umzusteigen. Wir wollen mit dem Routenretter erleichtern, dass die Menschen sich zusammentun, um so gemeinsam zu fahren.“ 

    Landrat Jens Böther ergänzt: „So können auch die vorhandene Fahrkapazitäten in der Region effizient genutzt werden – das entlastet die Straßen und auch den Geldbeutel jedes einzelnen.“

    Der Routenretter ist die Erweiterung eines bereits bestehenden Pendlerportals. Alle wichtigen Adressen und Points of Interest sind dort jetzt hinterlegt, zum Beispiel Behörden, Schulen, Gewerbegebiete, ÖPNV-Stationen oder medizinische Einrichtungen. Nutzende können somit den eigenen Standort, Zieldestinationen aber auch Treffpunkte zielgerichtet auswählen.

    Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz Design und Software GmbH, betont: „Mit Routenretter.de schaffen wir eine Lösung, die auch langfristig einen Beitrag zu nachhaltiger Mobilität in unserer Region leisten kann.“

    Jonas Griesche, Leiter für Vertrieb und Marketing bei der Medienhaus Lüneburg GmbH erklärt: „Als Medienpartner wird unsere Rolle in diesem gemeinsamen Vorhaben sein, durch unsere Reichweite betroffenen Bürgerinnen und Bürgern dieses Serviceangebot im Rahmen unserer redaktionellen Berichterstattung rund um das Thema der Bahnbaustelle bekannt zu machen. Zudem können wir durch unsere Kooperationen mit weiteren Tageszeitungen in ebenfalls betroffenen Regionen dazu beitragen, dass auch dort der „Routenretter“ Pendlerinnen und Pendlern zugänglich gemacht wird.“

    Bis zuletzt hatten sich Lüneburgs Oberbürgermeisterin Kalisch und Lüneburgs Landrat Jens Böther für bessere Ersatzangebote in der Zeit der Sperrung eingesetzt, darunter etwa für einen Expressbus nach Hannover. Ohne Erfolg. „Zu unserem Bedauern hat die Bahn ihr Angebot nicht nachgebessert, sodass wir selbst aktiv geworden sind“, macht Landrat Böther deutlich. 

    Info

    Haben den „Routenretter“ gemeinsam an den Start gebracht: Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch (von links), Jonas Griesche vom Medienhaus Lüneburg GmbH, Landrat Jens Böther und Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz Design und Software GmbH.
    Foto: Hansestadt Lüneburg