Haus-Post
Im Newsletter der Hansestadt Lüneburg kommen Mitarbeitende der Verwaltung zu Wort
08/26: Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung – Eckhard Pols

Foto: Hansestadt Lüneburg
Eckhard Pols ist seit Juni 2025 der Wirtschaftslotse im Lüneburger Rathaus. In dieser Funktion ist er für Unternehmen der erste Ansprechpartner, wenn sie ein Anliegen oder eine Frage an die Verwaltung haben. Aus Erfahrung weiß er: „Manchmal fehlt nur der richtige Kontakt oder das passende Formular, damit es vorangeht.“
Genau dafür wurde die Position des Wirtschaftslotsen geschaffen. Prozesse zwischen Wirtschaft und Verwaltung sollen möglichst unkompliziert ablaufen – zum Beispiel, wenn es um Auflagen, Genehmigungen und Sondernutzungen von Flächen geht. Die Gespräche mit dem Wirtschaftslotsen sind kostenfrei und vertraulich.
Vernetzt im Rathaus – und in der Stadt
Seine erste Zeit als Wirtschaftslotse hat Eckhard Pols mit vielen Vorstellungsbesuchen verbracht. „Mit der IHK und der Handwerkskammer, aber auch Interessenverbänden wie dem Einzelhandelsverband und dem Verein Lüneburger Gastronomen habe ich mich ausgetauscht, damit sie sehen: Es gibt jemanden im Rathaus, der sich um ihre Belange kümmert“, berichtet er. Außerdem hat er viele Unternehmen besucht: „Die Hälfte meiner Arbeitszeit verbringe ich außerhalb meines Büros.“
Eckhard Pols steht aber auch im Rathaus im engen Austausch. Er sagt: „Die Kolleginnen und Kollegen leiten mir die Anliegen und Anfragen zum Thema Wirtschaft weiter, die an sie herangetragen werden. Die gibt es zum Beispiel auch im Bereich Sport. Der Sport ist ja mittlerweile auch ein großer Wirtschaftsfaktor geworden, und wir arbeiten dort sehr eng zusammen.“
Zu seinem Job gehört darüber hinaus die Vernetzung mit der Wirtschaftsförderung, der Lüneburg Marketing und dem städtischen Innenstadtmanagement.
Themen und Ergebnisse
Die Themen, die Eckhard Pols mit den Unternehmerinnen und Unternehmern bespricht, sind vielfältig: lange Bearbeitungszeiten bei Anträgen, erhöhte Auflagen, Sondernutzungen bei Handwerkerdienstleistungen oder Nachbarschaftsstreitigkeiten wegen Lärm oder Müll.
Für die Unternehmen hat der „Kümmerer“ im Rathaus dabei schon einiges erreicht: „Im Austausch mit den zuständigen Bereichen konnten schon einige Bauanträge beschleunigt und Verwaltungsauflagen korrigiert und angepasst werden“, schildert Eckhard Pols. „Und wir haben inzwischen ein vereinfachtes Antragsverfahren für das sogenannte Handwerkerparken eingeführt. Die entsprechenden Anträge können jetzt auch online gestellt werden.“
Kontakt
Wer Kontakt zum Wirtschaftslotsen aufnehmen möchte, erreicht ihn wie folgt:
Hansestadt Lüneburg
Wirtschaftslotse
Eckhard Pols
+49 4131 309-3162
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07/26: Im Einsatz für sichere Veranstaltungen – Katrin Quellmalz

Soll auf dem Lüneburger Marktplatz eine Veranstaltung stattfinden, ist Katrin Quellmalz die richtige Ansprechperson.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Katrin Quellmalz hat im Jahr 2021 zunächst als stellvertretende Marktmeisterin bei der Stadt angefangen. Als die Position Sachbearbeiterin Veranstaltungssicherheit im Bereich Ordnung und Verkehr geschaffen wurde, bekam sie neue Aufgaben:
Seit 2022 überprüft die gebürtige Rostockerin Veranstaltungen aus gefahrenabwehrrechtlicher Sicht. Sie steht im Austausch mit Veranstaltenden und stellt Kontakte zu anderen Bereichen und Behörden her.
Ob Flohmarkt oder Straßenfest: Jede Veranstaltung muss angemeldet sein
Grundsätzlich müssen alle, die eine Veranstaltung in der Hansestadt Lüneburg planen, diese vorab im Bereich Ordnung und Verkehr über einen eigens entworfenen Anzeigenvordruck anmelden. Dies gilt insbesondere für Veranstaltungen, die auf öffentlichem Grund stattfinden sollen. Aber auch über Veranstaltungen auf Privatgelände muss die Stadt Bescheid wissen, wenn diese öffentlich beworben werden und frei zugänglich sind.
Was nach „typisch Behörde" klingt, hat einen wichtigen Hintergrund: Jede Veranstaltung kann Auswirkungen innerhalb der Hansestadt Lüneburg haben – auf eine andere Veranstaltung, auf den Verkehr, die Sicherheit, die Umwelt. Nicht immer sind sich Veranstaltende dessen bewusst.
Erst wird geprüft, dann genehmigt
Damit die Veranstaltungen möglichst sicher und beschwerdefrei ablaufen, wirft Katrin Quellmalz vorab einen prüfenden Blick etwa auf den Lage- und Aufbauplan sowie das Veranstaltungs- und Sicherheitskonzept und bezieht weitere Bereiche der Stadtverwaltung in die Beurteilung mit ein: beispielsweise Umwelt, Grünplanung, Bauaufsicht, Kultur oder aber Polizei und Feuerwehr.
Die Stellungnahmen der beteiligten Bereiche und Behörden fließen dann in die Entscheidung mit ein, die Katrin Quellmalz an die veranstaltende Person sendet – manchmal verbunden mit Auflagen.
Viele schöne Veranstaltungs-Ideen in Lüneburg
„Jede Veranstaltung, ob groß oder klein, ist für die ausrichtende Person ganz besonders wichtig. Darauf versuche ich immer Rücksicht zu nehmen“, sagt die 46-Jährige. „Ich freue mich, dass die Menschen in der Hansestadt Lüneburg so viele schöne Ideen haben, um in Kontakt zu bleiben, sich zu vernetzen und einfach schöne Stunden miteinander zu verbringen.“
Diese Veranstaltungen sind Katrin Quellmalz besonders in Erinnerung geblieben:
Mein erster Ortstermin war 2023 das jährliche Seifenkistenrennen in Ochtmissen. Damals hatte der Veranstalter notwendige Ausbesserungsarbeiten an der Strecke angefragt.
Die Sicherheitsbegehungen bei „Lüneburg feiert“, da man bei den Begehungen mit der Polizei, der Feuerwehr und dem Brandschutz sehen kann, wie theoretisches Wissen praktisch umgesetzt wird. Die Anforderungen ändern sich Jahr für Jahr.
Die Organisatorin des kleinen Nachbarschaftsfestes, die bei mir persönlich vorstellig geworden ist und sich bei der Veranstaltungsanzeige ganz viel Mühe gegeben hat.
Der jährlich wiederkehrende Kunsthandwerkermarkt „Exklusiv & Schön“ im Clamartpark. Die Veranstalterin ist auf Grund ihrer Erfahrungen der letzten Jahr sehr routiniert, was die Veranstaltungsanzeige und die einzureichenden Unterlagen betrifft. Das erleichtert den Arbeitsprozess ungemein.
Der Kinderschutzbund, der seine Spielefeste anlässlich des Weltspieletages im Kurpark durchführt und u. a. daran erinnert, dass Kinder ein Recht darauf haben, zu spielen.
05/26: Grünplanung und große Baustellen – Fachbereichsleiter Alexander Matz

Alexander Matz auf einem fertigen Bauabschnitt der Rotehahnstraße
Foto: Hansestadt Lüneburg
Alexander Matz ist seit Januar 2025 Fachbereichsleiter Tiefbau und Grün bei der Hansestadt Lüneburg. In dieser Funktion kümmert er sich mit seinem Team neben den Belangen des Friedhof- und Forstbetriebes sowie der Grünplanung um den Bau und die Unterhaltung von Lüneburgs Straßen und Brücken.
Hier schreibt er über seine ersten 18 Monate in Lüneburg und die großen Baustellen:
„Die vergangenen gut anderthalb Jahre vergingen wie im Fluge. Sie waren geprägt von vielen unterschiedlichen Fragestellungen und dem immer gleichen Ziel: Gute Lösungen für die Hansestadt zu finden, kluge Kompromisse zu schließen.
Für den Bereich Grün ist mir rückblickend insbesondere die Standortfindung der Grünen Oasen im Gedächtnis geblieben und der enorme Abstimmungsbedarf mit einer Vielzahl von Belangen Dritter.
Neben der alltäglichen Organisation der Friedhofsthemen sind hier vor allem die Erfahrungen im Zuge der geplanten Umgestaltungen an der Kriegsgräberstätte im Fokus geblieben.
Beim Thema Baustellen gibt es selten Applaus, kein Wunder, sie stören oft den gewohnten Alltag, sorgen für Behinderungen. Aber sie müssen sein, weil das Straßennetz und die Brücken der Hansestadt teilweise in einem sehr schlechten Zustand sind. Da bedarf es oft grundlegender Sanierungsmaßnahmen, über die dann geschimpft wird.
Andererseits werden solche Maßnahmen vehement gefordert, wenn die Straßen vor der Haustür oder die Wege zur Arbeit löchrig oder ganz kaputt sind.
Besonders spürbar sind aktuell die Auswirkungen einiger Großbaustellen. Hier deshalb eine erklärende Übersicht, was wir dort warum und bis wann machen.“
Die Gesamtmaßnahme in der Dahlenburger Landstraße ist aus drei Gründen dringend erforderlich:
1. Verkehrssicherheit, es handelt sich um einen Unfallschwerpunkt.
2. Die sogenannte „hydraulischen Leistungsfähigkeit“ des Entwässerungssystems. Es sind Kanalarbeiten unbedingt notwendig.
3. Erschließung der Lucia-Fläche, auf der Wohnraum und Gewerbeflächen entstehen.
Diese Arbeiten laufen aktuell planmäßig und werden nach aktuellem Stand sogar etwa drei Monate früher fertig.
Die Gemeinschaftsmaßnahme zusammen mit der DB InfraGO hat sich auf Grund des vorweg laufenden Planfeststellungsverfahrens zeitlich parallel zur Straßenbaumaßnahme in der Dahlenburger Landstraße entwickelt.
Auf die Entscheidung der DB zum Baustart haben wir mehr als zehn Jahre gewartet und nicht beeinflussen können. Der Zustand der Brücke lässt mittlerweile keine weitere Verschiebung zu.
Zudem ist geplant, den Fußweg zu verbreitern, sowie einen Radfahrstreifen auf der Fahrbahn zu schaffen.
Aktuell laufen die Arbeiten für den Brückenaushub und das anschließende Einschieben des neuen Bauwerkes nach Plan.
Mehr zum Projekt auf der Internetseite der Deutschen Bahn
Die Verkehrsführung mit der Maßnahme „Dahlenburger Landstraße“ funktioniert seit etwa einem Jahr zuverlässig.
Die Erneuerung der Brücke an der Soltauer Straße ist alternativlos. Seit Herbst wird an dem Ersatzneubau gearbeitet. Die Schulwegsicherung funktioniert.
Parallel zu dieser Maßnahme arbeitet die Avacon in zwei Bauabschnitten an der notwendigen Netzverstärkung.
Durch Nutzung von Synergieeffekten bei den verschiedenen Einzelbaumaßnahmen können insgesamt fünf Einzelmaßnahmen umgesetzt werden.
Der große Vorteil dieses komplexen Vorhabens ist, dass wir jetzt die Möglichkeit haben, alles in einem Abwasch zu machen und in einem Gesamtkonzept aufeinander abzustimmen. Im Anschluss ist der Bereich modernisiert und muss viele Jahre nicht mehr angefasst werden.
Der baulich miserable Zustand der Boecklerstraße sowie Bei der Pferdehütte haben eine grundhafte Straßenbaumaßnahme erfordert. Grundhaft heißt: Es reicht nicht, nur die Oberfläche glattzuziehen,
Dieser Bereich ist deshalb auch Teil des vom Rat beschlossenen 5-Jahres-Planes.
Im Oktober 2025 sind alle direkt betroffenen Gewerbetreibenden bei einer Informationsveranstaltung vor Ort über die drei Bauabschnitte detailliert informiert worden. Gemeinsam wurden anschließend noch Lösungen für individuelle Fragestellungen gefunden. Im Februar 2026 haben die Arbeiten begonnen, am 30. April waren sie – schneller als geplant – beendet.
04/26: Jugendbeteiligung in Lüneburg – Jens Döhrmann und Lena Busse

Lena Busse aus dem Team der Jugendpflege und Stadtjugendpfleger Jens Döhrmann sorgen dafür, dass Kinder und Jugendliche in Lüneburg mitreden, mitgestalten und mitentscheiden dürfen.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Schon vor rund zehn Jahren begann Stadtjugendpfleger Jens Döhrmann, Beteiligungsmodelle für junge Menschen in der Hansestadt aufzubauen und zu etablieren. Was damals mit ersten Konzepten und Modellprojekten begann, ist inzwischen ein fester Bestandteil der Arbeit.
Im Jahr 2023 ist Lena Busse ins Team der Jugendpflege gekommen und hat dort den Bereich Jugendbeteiligung übernommen.
Beteiligung ist heute kein Extra mehr, sondern gelebter Alltag. Ob in Jugendzentren, auf Kinder- und Jugendkonferenzen oder im Jugendforum – junge Menschen bringen ihre Ideen ein, übernehmen Verantwortung und erleben ganz konkret, wie Demokratie funktioniert.
Lüneburg verfügt damit über vielfältige Möglichkeiten zur Beteiligung – für jüngere Kinder ebenso wie für Jugendliche, projektbezogen oder auch mit langfristigem Engagement:
- Kinder- und Jugendkonferenzen: Die Jugendpflege organisiert jedes Jahr eine Kinder- und Jugendkonferenz – immer in einem anderen Stadtgebiet.
- Alltagspartizipation in den Jugendzentren: Beteiligung oder Partizipation ist in den acht Jugendzentren der Stadt Teil des Alltags: Was wird gekocht, welche Aktionen stehen an usw. – die Jugendlichen entscheiden mit.
- Jugendräte in den Jugendzentren: Hier engagieren sich Jugendliche für Themen im Jugendzentrum oder im Stadtteil. Sie bringen ihre Ideen ein, planen Aktionen und übernehmen Aufgaben vor Ort.
- Das Jugendforum Lüneburg: Das Jugendforum (kurz: Jufo) ist eine Gruppe von Jugendlichen aus Lüneburg zwischen 12 und 22 Jahren, die sich für die Interessen von jungen Menschen in Lüneburg einsetzt. Die Mitglieder beraten Personen aus Politik und Verwaltung zu Jugendthemen, nehmen an Sitzungen im Rathaus teil und sind Mitglied beim Begleitausschuss von „Demokratie Leben!“.
Was für ein Jahr 2025!
Eines unserer absoluten Highlights war die Kinder- und Jugendkonferenz in der Altstadt, Weststadt und im Mittelfeld.
Rund um die St.-Ursula-Schule – Richtung Jüttkenmoor – wurde geplant und diskutiert.
Und wir waren viele: Mehr als 300 Kinder und Jugendliche haben sich schon im Vorfeld eingebracht. 75 sind dann noch tiefer eingestiegen und haben gemeinsam überlegt, welche Ideen wirklich wichtig sind und was wir zuerst umsetzen wollen. Gar nicht so einfach – aber ziemlich cool!
Am Ende sind richtig gute Dinge entstanden:
Zum Beispiel Workshops zur Konfliktlösung für die vierten Klassen, spannende Naturschutzprojekte zusammen mit den Klimascouts der Heiligen-Geist-Schule, Müllsammelaktionen rund um die Sülzwiesen und als echtes Highlight ein Jugendkonzert im Luna Music Club.
Kurz gesagt: Viele gute Ideen, viel Engagement – und ein bisschen stolz sind wir auch.
Auch im Jugendforum war 2025 einiges los. Wir haben uns die Vergaberegeln für das Jugendbudget noch einmal vorgenommen und die Förderrichtlinien überarbeitet – damit klarer ist, wie Projekte unterstützt werden können und was möglich ist.
Besonders schön: Die Vernetzungsarbeit ist deutlich gewachsen. Einige vom Jugendforum waren bei überregionalen Netzwerktreffen dabei, haben neue Kontakte geknüpft und sogar an Podiumsdiskussionen teilgenommen.
Kurz gesagt: das JUFO ist nicht nur intern aktiver geworden, sondern auch nach außen sichtbarer – und das merkt man.
Next steps 2026
Auch für 2026 hat sich das Jugendforum einiges vorgenommen. Neu an den Start ging die Reihe Meet & Greet – ein Format, bei dem junge Menschen mit spannenden Gästen ins Gespräch kommen.
Den Auftakt machte „Cocktails mit Claudia“: Jugendliche aus dem Jugendforum luden Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch ein, mixten gemeinsam Cocktails und nutzten die Gelegenheit, ganz direkt ihre Fragen zu stellen. Ein lockerer Rahmen, der ehrliche Gespräche möglich macht.
Weiter geht’s mit „Flammkuchen mit der Feuerwehr“. Dabei lädt das Jugendforum Vertreterinnen und Vertreter der Feuerwehr ein – und auch hier stehen Themen im Mittelpunkt, die Jugendliche wirklich interessieren.
Die Idee dahinter: Begegnungen auf Augenhöhe schaffen, Fragen stellen, Antworten bekommen – und das Ganze in entspannter Atmosphäre
Auch in diesem Jahr geht die Kinder- und Jugendkonferenz in die nächste Runde – diesmal im Stadtteil Kaltenmoor. Der Start war im April 2026.
Neu ist dabei vor allem das Konzept: Die Konferenz wird erstmals nach Altersgruppen aufgeteilt. So können Themen noch gezielter und altersgerecht besprochen werden – und jede Gruppe bekommt den Raum, der wirklich zu ihr passt.
Wie das neue Format ankommt? Wir sind auf jeden Fall gespannt.
Auch das Format der Jugendräte in den Jugendzentren kommt weiterhin sehr gut an. Die Beteiligung ist hoch und das Interesse groß, aktiv mitzugestalten.
Für 2026 stehen in einigen Einrichtungen Neuwahlen an. Dabei werden neue Vertreterinnen und Vertreter gewählt, die sich in die Programmgestaltung und die inhaltliche Ausrichtung der Jugendzentren einbringen.
So bleibt die Mitbestimmung lebendig – und die Angebote orientieren sich weiterhin nah an den Interessen der Jugendlichen.
03/26: Für Vielfalt und Miteinander – Dr. Yildiz Deniz und Katharina Fuchs-Zimmermann

Dr. Yildiz Deniz (l.) und Katharina Fuchs-Zimmermann fördern mit ihrer Arbeit ein respektvolles, diskriminierungssensibles Miteinander in der Hansestadt Lüneburg.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Seit einem guten Jahr bilden Dr. Yildiz Deniz und Katharina Fuchs-Zimmermann das Team der Koordinierungsstelle Teilhabe, Antidiskriminierung und Extremismusprävention im Gleichstellungsbüro der Hansestadt Lüneburg.
Im Fokus ihrer Arbeit stehen folgende Ziele:
- Stärkung von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt
- Ermöglichung von gesellschaftlicher Teilhabe
- Bekämpfung von Diskriminierung
- Förderung eines respektvollen und friedlichen Miteinanders
- Stärkung von Diversity-Kompetenzen
- Prävention von Extremismus und Radikalisierungsprozessen
Zu ihren Aufgaben zählen die Entwicklung von Handlungsstrategien, die Stärkung von Netzwerkstrukturen sowie die Beratung von Verwaltungsmitarbeitenden, politischen Gremien und externen Organisationen aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft.
Im Dialograum Innenstadt bieten sie eine wöchentliche Sprechstunde für Bürger:innen an. Darüber hinaus organisieren, gestalten, unterstützen und moderieren sie Projekte, Veranstaltungen, Netzwerktreffen und Fortbildungen im Themenfeld – in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartner:innen.
Bewegende Momente 2025
Durch die Umsetzung von diversitätsorientierten Maßnahmen ist hier ein Dialogforum entstanden, das echte gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht – für positive Begegnungen und konstruktive Austauschprozesse von Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen – im Hinblick auf Kultur, Religion, Hautfarbe, soziale Herkunft, Alter, Geschlecht, Gender, sexuelle Orientierung, Menschen mit und ohne Behinderungen
Die Projekte richteten sich an verschiedene Ziel- und Altersgruppen. Umgesetzt wurden sie in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartner:innen im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“
Mit dabei waren z. B. Theaterworkshops, Diversity-Trainings, Vorträge, Rhetorikseminare, Kunstaktionen, Beteiligungsprojekte, Ausstellungen, Straßenfeste, Lesungen, Empowermentworkshops, Begegnungsformate u. v. m.
Das Bündnis „Demokratie leben!“ ist ein breit aufgestelltes interdisziplinäres Netzwerk, das sich als lokale Verantwortungsgemeinschaft für den Schutz von Demokratie und Vielfalt in der Hansestadt versteht. Katharina Fuchs-Zimmermann und die Koordinierungs- und Fachstelle „Demokratie leben!“ koordinieren und moderieren das Bündnis gemeinsam.
Die Mitglieder kommen drei- bis viermal im Jahr zusammen, tauschen sich über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen im Themenfeld aus und fassen Beschlüsse zur Förderung von Projekten. Im letzten Jahr ist das Bündnis enorm gewachsen.
Mittlerweile umfasst es 70 Akteur:innen aus den Bereichen Verwaltung, Soziales, Bildung, Kultur, Sport, Religion, Wissenschaft, Antidiskriminierungsarbeit, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft.
Dadurch sind wir mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen und konnten in Erfahrung bringen, was die Menschen emotional in diesem Themengebiet bewegt.
Das ADN gibt es seit 2018. Es zählt ca. 35 Mitgliedsinstitutionen. Ziel des Workshops war die konzeptionelle Stärkung des Netzwerkes, um von Diskriminierung betroffene Menschen effektiver unterstützen zu können. Viele Ideen sind entstanden, die wir in diesem Jahr umsetzen möchten.
Das Motivation vieler Mitgliedsinstitutionen war ein sehr bestärkendes Gefühl, was die Solidarität des Netzwerkes noch einmal mehr gefestigt hat.
Im Dialograum Innenstadt und auf dem Friedensfest konnten wir Bürger:innen Tipps zum Umgang mit Ausgrenzungen, Benachteiligungen und respektlosem Verhalten mit auf den Weg geben.
Highlights 2026
Wir werden Akteur:innen aus den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit, Verwaltung, Bildung und Kultur zu Awareness-Beauftragten ausbilden, damit sie in ihren Institutionen Veranstaltungen diskriminierungssensibel und diversitätsorientiert planen, betroffene Personen im Falle von grenzverletzendem oder diskriminierendem Verhalten sensibel begleiten, Awareness-Konzepte entwickeln und entsprechende Verantwortungsketten, Schutz- und Fürsorgestrukturen etablieren können.
Akteur:innen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und interessierte Bürger:innen besuchen am 4. November Workshops zu aktuellen Bedarfen im Themenfeld. Im Anschluss entwickeln sie mithilfe verschiedener Kreativtechniken das Handlungskonzept für die Umsetzung des Förderprogramms „Demokratie leben!“ in 2027 weiter.
Dabei arbeiten wir mit Akteur:innen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Sicherheitsbehörden zusammen.
Im Januar 2026 waren wir eingeladen, um bei Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit auf die Belange und Probleme von Menschen mit Behinderungen aufmerksam zu machen.
Besonders erfreulich war die zugesagte Unterstützung des Landkreises und der Hansestadt für die Einrichtung einer Geschäftsstelle für den Beirat für Menschen mit Behinderungen.
Im Rahmen der Lüneburger Wochen gegen Rassismus werden wir gemeinsam mit checkpoint queer am 25.03.2026 die Lebensrealitäten von Geflüchteten näher beleuchten und Unterstützungsbedarfe bzw. Unterstützungsmöglichkeiten eruieren.
Der Aktionsplan muss stetig weiterentwickelt und neujustiert werden. Bereits umgesetzte Maßnahmen der Hansestadt Lüneburg müssen immer wieder bewertet werden und gegebenenfalls neue Handlungsbedarfe ermittelt werden.
Diese soll im Spätherbst 2026 stattfinden. Wir planen die Konferenz gemeinsam mit dem Beirat für Menschen mit Behinderungen, dem Seniorenbeirat, dem Integrationsbeirat, checkpoint queer und dem Bürgertreff Kaltenmoor.
Ziel der Konferenz ist es, sich konkret über die Handlungsfelder aus der Bedarfsanalyse für ein Diversity-Management-Konzept auszutauschen. Dabei steht im Fokus, wie ein inklusives Umfeld für Benachteiligte im Raum Lüneburg geschaffen werden kann.
02/26: Highlights im Veranstaltungsjahr – Maria Majewski

Maria Majewski öffnet Gästen gerne die Tür zu Veranstaltungen und Empfängen in den repräsentativen Räumen des Rathauses.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Seit Mai 2024 ist Maria Majewski Veranstaltungsmanagerin im Stab der Oberbürgermeisterin. Sie organisiert Veranstaltungen und Empfänge für Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch in den repräsentativen Räumen des Rathauses sowie an externen Veranstaltungsorten wie der Universität oder dem Kulturforum.
Darüber hinaus koordiniert sie die Vergabe der Veranstaltungsräume an externe Veranstalter:innen. Dabei arbeitet sie in einem siebenköpfigen Veranstaltungsteam, zu dem Mitarbeitende der Ratsküche und der Veranstaltungstechnik gehören.
Gemeinsam sorgt das Team dafür, dass unterschiedlichste Formate – von offiziellen Empfängen bis hin zu öffentlichen Großveranstaltungen – professionell geplant und umgesetzt werden.
„Als Kulturmanagerin mit Theaterbackground freue ich mich sehr über die Vielfalt an Veranstaltungen, die wir hier im Rathaus durchführen“, so die 41-Jährige, die vor vier Jahren von Hamburg nach Lüneburg gezogen ist.
Das hat mich 2025 besonders bewegt:
Ein besonderer Höhepunkt im Veranstaltungsjahr 2025 war das Friedensfest zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkriegs und 80 Jahre Frieden. „Es hat großen Spaß gemacht, im Team ein so buntes Bühnenprogramm auf die Beine zu stellen, den Lüneburger*innen Freude zu bereiten und gemeinsam das Ende des Krieges in Deutschland zu würdigen.“
Ein weiteres Highlight war die Organisation einer Drohnenshow in Zusammenarbeit mit der Deutschen Umwelthilfe anlässlich der Aktion #BöllerCiao zum Jahresende. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Besucher:innen auf den Marktplatz und setzte ein sichtbares Zeichen für den Verzicht auf Silvesterfeuerwerk.
Zum Aufgabenbereich des Veranstaltungsteams gehört auch die organisatorische Begleitung der monatlichen Ratssitzungen. Insbesondere die Veranstaltungstechniker sind jedes Mal gefragt, damit die Bürger:innen die Sitzung auch per Stream live zu Hause verfolgen können, oder später auf dem städtischen YouTube-Kanal. Der Aufwand lohnt sich.
Höhepunkte 2026:
Bunt und fröhlich startete das Veranstaltungsjahr 2026 mit der Wahl des Schwulen Heidekönigs im Fürstensaal. Unter Oberbürgermeisterin Claudia Kalisch fand die Veranstaltung bereits zum dritten Mal im Rathaus statt. Die Stadtverwaltung unterstützt damit aktiv das Engagement für Toleranz und Vielfalt in der Stadtgesellschaft. Das finde ich stark.
Am 9. Mai organisiert das Veranstaltungsteam die Stadtkonferenz und Stadtmesse „Ehrenamt im Wandel“ an der Leuphana Universität. Bürger:innen, Fachpublikum und Verwaltungsmitarbeitende tauschen sich dort in Workshops zu einem jährlich wechselnden Thema aus. Viel Arbeit für ein großes Thema. Das wird gut.
Ebenfalls im Mai setzt die Stadt ein wichtiges Zeichen für das christlich-jüdische Miteinander in der Stadt: Mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit feiern wir die Neugestaltung des jüdischen Friedhofs. Geplant sind sowohl eine Veranstaltung auf dem Friedhof selbst, als auch ein Festakt im Fürstensaal des Rathauses.
12/25: Sportliche Highlights – Bereichsleiter Sport Florian Beye

Florian Beye kümmert sich als Bereichsleiter Sport bei der Hansestadt Lüneburg unter anderem um die kommunale Sportförderung, die Sportentwicklungsplanung und Anliegen von Sportvereinen.
Foto: Hansestadt Lüneburg
Florian Beye ist seit 1. Januar 2025 Bereichsleiter Sport bei der Hansestadt Lüneburg. In dieser Funktion kümmert er sich unter anderem um die kommunale Sportförderung, die Sportentwicklungsplanung und Anliegen von Sportvereinen.
„Das Jahr 2025 war für mich geprägt von vielen neuen Eindrücken und intensivem Austausch", sagt der 34-Jährige. „Einer meiner Höhepunkte war die Eröffnung des ersten Fußball-Kunstrasenplatzes im September. Auch im kommenden Jahr warten wieder einige Highlights.“
Die Erschließung des Gewerbegebiets Bilmer Berg II schreitet voran – und mit ihr die Konzeptionierung des Sportparks Bilmer Berg. 2026 wird die interfraktionelle Arbeitsgruppe die Weichen für Lüneburgs größtes Sportinfrastrukturprojekt der nächsten Jahre stellen.
Auch 2026 ehren Hansestadt und Landkreis Lüneburg wieder die besten Sportler:innen der Region. Die Sportlerehrung findet am 28.02.2026 im Zentralgebäude der Leuphana Universität statt.
2026 und damit rechtzeitig zum Haushalt für das darauffolgende Jahr überarbeitet die Hansestadt Lüneburg ihr Konzept für die Sportförderung. Davon sollen alle städtischen Sport- und Schützenvereine sowie ihre rund 16.700 Mitglieder profitieren.
Im Spätsommer 2026 sollen die Arbeiten zur Sanierung des B- und C-Platzes auf der Sportanlage der Lüneburger SV beginnen. Eine konkrete Idee ist, einen Teil der Rasenfläche in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Es wäre der zweite Fußball-Kunstrasenplatz in Lüneburg, nachdem 2025 der erste auf dem Gelände des VfL Lüneburg entstanden ist.
Die SVG Lüneburg spielt eine starke Saison und steht im Finale um den deutschen Volleyballpokal. Das Spiel steigt am 28.02.2026 in Mannheim. Der Lüneburger SK Hansa feiert seine insgesamt 125-jährige Vereinsgeschichte. Geplant ist ein großes Jubiläumsspiel. Zudem kämpft der Oberligist am Ostermontag um den Einzug ins Finale des Niedersachsenpokals.
