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    Pressemitteilung vom 26.01.2024

    Privathaushalte können bei Schäden Hochwasser-Soforthilfe beantragen

    Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

    Privathaushalte, die durch das Hochwasser der vergangenen Wochen in eine akute Notlage geraten sind, können jetzt eine Soforthilfe beantragen. Dafür hat das niedersächsische Umweltministerium eine Billigkeits-Richtlinie vorgelegt, die am 24. Januar 2024 in Kraft getreten ist.

    Die Anträge können bis zum 22. März 2024 bei den zuständigen Bewilligungsbehörden gestellt werden. Bei der Hansestadt Lüneburg ist der Bereich Umwelt zuständig und per E-Mail erreichbar unter umwelt@stadt.lueneburg.de

    Die finanzielle Unterstützung gilt laut niedersächsischem Umweltministerium nur für Privatpersonen und nicht für Hochwasser-Schäden an Gebäuden, Infrastruktur oder landwirtschaftliche Flächen. Die Soforthilfe wird betroffenen Privathaushalten gewährt, um eine vorübergehende akute Notlage bei der Unterkunft oder in der Lebensführung durch notwendige Beschaffungen von Gegenständen des Haushalts (Hausrat) oder durch andere Maßnahmen finanziell zu bewältigen.

    Beantragen können die Soforthilfen Privathaushalte, die im Einzugsgebiet der folgenden Flüsse wohnen: 

    • Weser (Aller/Leine/Fuhse/Oker) bis zur Landesgrenze zu Bremen, 
    • Wümme (bis zum Lesumsperrwerk), 
    • Hunte (bis zum Huntesperrwerk), 
    • Soeste, 
    • Ems (bis zur Seeschleuse Papenburg), 
    • Vechte, 
    • Sude (mit Krainke und Rögnitz), 
    • Seege, 
    • Ilmenau 
    • und Jeetzel. 

    Das Einzugsgebiet umfasst auch die Nebenflüsse der genannten Gewässer.

    Ist durch das Hochwasser ein Gesamtschaden von voraussichtlich mindestens 5.000 Euro entstanden, kann eine Soforthilfe von mindestens 1.000 Euro und maximal 2.500 Euro je Haushalt gewährt werden. In besonders akuten Notlagen kann ausnahmsweise auch eine Soforthilfe bis 20.000 Euro gewährt werden. Auch können in besonderen Härtefällen Schäden, die weniger als 5.000 Euro pro Haushalt ausmachen, ausgeglichen werden. Die Hilfen sind grundsätzlich nicht rückzahlbar.

    Unter hochwasserbedingte Schäden fallen lt. Richtlinie Schäden „durch Hochwasser als auch durch wild abfließendes Wasser, Sturzflut, aufsteigendes Grundwasser (sowohl entlang der Fließgewässer als auch des damit verbundenen Grundwasserkörpers), überlaufende Regenwasser- und Mischkanalisation und die Folgen von Hangrutsch, soweit sie jeweils unmittelbar durch das Hochwasser verursacht sind“.

    Weitere Infos finden Sie hier.