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    Pressemitteilung vom 06.09.2022

    Ausländerbehörde extrem überlastet: Hansestadt bittet um Geduld

    HANSESTADT LÜNEBURG. – „Wir sind am Limit“, bringt Susanne Twesten die extrem angespannte Situation in der städtischen Ausländerbehörde auf den Punkt. Der Ukrainekrieg und die damit verbundene große Zahl von im Landkreis Lüneburg Zuflucht suchenden Menschen sowie zusätzlich steigende Asylbewerberzahlen aus anderen Drittländern sorgen nach wie vor für ein immenses Arbeitsaufkommen, sagt die Leiterin des Fachbereichs Ordnung und Bürgerservice. Gleichzeitig kämpft die Ausländerbehörde mit Personalengpässen, die Mitarbeitenden seien seit langem an ihrer Belastungsgrenze, so Twesten: „Unsere Kund:innen müssen daher bis auf Weiteres mit erheblichen Wartezeiten für die Prüfung und Bearbeitung aller Anliegen rechnen.“ Die Vorgänge würden sukzessive abgearbeitet. Twesten bittet um Verständnis und Geduld: „Bitte sehen Sie von zwischenzeitlichen Sachstandsanfragen ab, das führt nur zu weiterem Aufwand und Verzögerungen.“

    Mit den aktuellen Überlastungen hat nicht nur die Ausländerbehörde in Lüneburg zu kämpfen- „Es ist ein bundesweites Problem“, weiß Twesten. Die Aufnahme- und Bearbeitungskapazitäten seien in fast allen Ausländerbehörden erschöpft.

    Für die Kontaktaufnahme mit der Ausländerbehörde sowie die einzelnen Anliegen gilt vorerst:

    Telefon
    Eine telefonische Erreichbarkeit ist außerhalb der Hotline-Zeiten (dienstags, 10 bis 11.30 Uhr; mittwochs, 11 bis 12 Uhr und donnerstags, 13.30 bis 15 Uhr) nicht mehr gewährleistet. Auch die Hotline kann nicht durchgängig besetzt werden. Dringende Anfragen richten Kund:innen bitte per E-Mail an abh@stadt.lueneburg.de

    E-Mail
    Alle Nachrichten werden gelesen und schnellstmöglich bearbeitet. Nachrichten an die Funktionspostfächer abh@stadt.lueneburg.de und termin-abh@stadt.lueneburg.de werden weitergeleitet. Sachstandsanfragen und wiederholte E-Mail-Zusendungen sollten unbedingt vermieden werden, da dies zu weiteren zeitlichen Verzögerungen führt.

    Elektronische Aufenthaltstitel (eAT):
    Sollten Kund:innen den PIN-Brief der Bundesdruckerei erhalten haben, befindet sich der elektronische Aufenthaltstitel auf dem Weg zur Ausländerbehörde. Nach Eingang ist der eAT zunächst auf inhaltliche und technische Richtigkeit zu prüfen. Diese Prüfung dauert derzeit mindestens sechs Wochen ab Eingang des Schreibens der Bundesdruckerei.

    Sobald die Ausgabe erfolgen kann, werden Kund:innen direkt angeschrieben. Auch hier wird dringend gebeten, auf Sachstandsanfragen zu verzichten.

    Niederlassungserlaubnisse
    Anträge auf die Erteilung von Niederlassungserlaubnissen müssen angesichts der aktuellen Lage nachrangig behandelt werden. Hier kann es sein, dass die Bearbeitung erst Anfang 2023 erfolgt.

    Einbürgerungs- und Staatsangehörigkeitsangelegenheiten
    Derzeit sind alle Termine bis Mitte März 2023 vergeben. Anfragende werden gebeten, sich mit Ihrem Einbürgerungswunsch erst wieder im Januar 2023 für eine Terminabsprache mit der Einbürgerungsbehörde in Verbindung zu setzen. Für die Prüfung und Bearbeitung ist mit erheblichen Bearbeitungszeiten zu rechnen.

    Info

    Das Bürgeramt in der Bardowicker Straße. Foto: Hansestadt Lüneburg