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    Grundwasser

    Die Quelle für unser Trinkwasser in Lüneburg

    Nasse Erde ist nicht gleich Grundwasser. Es handelt sich dabei um unterirdische Wasseransammlungen, die durch Versickern von Niederschlägen oder von Wasser aus oberirdischen Gewässern entstanden sind. Als Teil des natürlichen Wasserkreislaufes ist das Grundwasser unser größter und wichtigster Süßwasserspeicher. 

    Grundwasser ist das unterirdische Wasser, das in sogenannten Grundwasserleitern im Untergrund fließt. Diese können je nach den geologischen Verhältnissen in ein oder mehreren sogenannten Grundwasserstockwerken übereinanderliegen. Bei Vorkommen mehrerer Grundwasserstockwerke sind deren einzelne Grundwasserleiter jeweils durch zwischengelagerte Trennschichten, die Grundwasserhemmer, voneinander getrennt. 

    Es ist nicht nur die Quelle für unsere Trinkwasserversorgung, sondern speist auch Quellen, Flüsse und Seen. 

    Die hauptsächliche Nutzung des Grundwassers in Lüneburg erfolgt für Trinkwasser, aber auch für die Feldberegnung und für gewerbliche Zwecke.

    Info

    Quelle: Kooperation KLIWA Klimaveränderung und Konsequenzen für die Wasserwirtschaft

    Grundwasserkörper

    Dem Gebiet der Hansestadt Lüneburg werden zwei Grundwasserkörper, Ilmenau Links und Ilmenau Rechts, zugeordnet. Die Grundwasserkörper erstrecken sich über die Gebiete des Landkreises Lüneburg, des Landkreises Uelzen und der Hansestadt Lüneburg. Geologisch gesehen ist das Grundwasser in mehrere Stockwerke unterteilt. Durch besonders ausgeprägte Deckschichten in ca. 30 m bis teilweise über 100 Meter Tiefe sind in den Bereichen von Uelzen und Lüneburg die unteren Grundwasserstockwerke besonders gut als Trinkwasserspeicher geeignet.

    Die für die Menschen zur Verfügung stehende Menge an Wasser in einem Grundwasserkörper wird Nutzbares Grundwasserdargebot genannt. Das Grundwasserdargebot wird von Landesfachbehörden ermittelt und ist Grundlage für die Grundwasserbewirtschaftung.  

    Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz. 
    Grundwasserbericht Niedersachsen | Nds. Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

    Grundwasserbewirtschaftung

    Unter Grundwasserbewirtschaftung versteht man die Nutzung des Grundwassers, beispielsweise durch Grundwasserentnahmen. Dazu zählen unter anderem Trinkwasserversorgung, Feldberegnung und gewerbliche Nutzungen, wie beispielsweise zur Kühlung oder zur Herstellung von Lebensmitteln. 

    Weiterhin gehören das Aufstauen, Absenken und Umleiten von Grundwasser bei Bautätigkeiten zur Grundwasserbewirtschaftung. 

    Eine Übersicht über die Grundwasserbewirtschaftung im Jahr 2020 finden Sie in der Grundwasserbilanz des Landkreis Lüneburgs. (siehe Download) 

    Download - Grundwasserbilanz 2020 
    pdf
    Grundwasserbilanz 2020 
    Landkreis Lüneburg
    (pdf / 0.96 MB)
    Download
    Brunnen, Bohrvorhaben

    Für alle Bohrvorhaben, auch für Gartenbrunnen, besteht nach dem Wasserhaushaltsgesetz eine Anzeigepflicht. Die Anzeige einer Brunnenbohrung muss mindestens einen Monat vor Beginn der Arbeiten bei der zuständigen Stelle angezeigt werden (gem. § 49 Wasserhaushaltsgesetz).

    Auf der Internetseite des Niedersächsischen Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie steht hierfür eine Online-Bohranzeige zur Verfügung. 

    Darüber hinaus gibt es Sonderregelungen in den Wasserschutzgebieten. Im Wasserschutzgebiet der Hansestadt Lüneburg gelten Beschränkungen hinsichtlich Bohrvorhaben. In der Schutzgebietsverordnung wird geregelt, dass Bohrungen, die tiefer als 5 m sind, eine wasserrechtliche Zulassung benötigen.

    Grundwasserprojekte

    Integriertes Wasserversorgungs- und -mengenmanagementkonzept (IWaMako-ZuSa)

    Die Hansestadt Lüneburg, der Landkreis Lüneburg und der Beregnungsverband-ESK haben in einer Kooperation ein Projekt in die Wege geleitet, welches die lokalen Grundwasserverhältnisse zunächst analysieren soll. Basierend auf den Daten sollen Maßnahmen zur Optimierung der Grundwasserverhältnisse theoretisch erarbeitet und konkret vorgeschlagen werden. Wissenschaftler, Ingenieurbüros und Fachbehörden unterstützen bei dem Projekt. Der Kostenumfang für die Erstellung des Konzeptes beträgt 300.000,- €, wovon das Land Niedersachsen 270.000,- € übernimmt. Die Hansestadt Lüneburg beteiligt sich mit 5.000,- €.

    Wasserforum
    Die Hansestadt Lüneburg ist Mitglied im Verein „Wasserforum Region Lüneburg e.V.“
    Der gemeinnützige Verein hat insbesondere die Aufgabe, mittels der Durchführung von Informations- und Bildungsveranstaltungen sowie der Förderung von Projekten die Vereinsmitglieder und die Öffentlichkeit für die Themen Grundwasserneubildung, Grundwasserschutz und Grundwassererhalt zu sensibilisieren.

    Geothermie

    Erdwärme

    Geothermie bezeichnet die in der Erdkruste gespeicherte Wärmeenergie und die Nutzung dieser Energie. Geothermie kann zum Heizen, Kühlen und zur Stromerzeugung eingesetzt werden. 

    Als regenerative Energie gewinnt Geothermie zunehmend an Bedeutung. Bei der technischen Umsetzung, aber auch bei den rechtlichen Grundlagen spielen geologische und wasserwirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Besonders wichtig dabei ist der Schutz des Grundwassers.  

    Im Wasserschutzgebiet der Hansestadt Lüneburg wird aus dem Grunde für den Bau und den Betrieb einer geothermischen Anlage eine wasserrechtliche Erlaubnis benötigt.  

    Info

    Schematische Darstellung eines Systemhauses mit Erdwärmekollektoren (Spiralkollektor links, Flächenkollektor rechts) aus GeoBerichte 24.
    © Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), Hannover.

    Geothermie - Geht das bei mir?

    Auf der Internetseite des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie können Sie durch Eingabe Ihrer Verbrauchswerte überprüfen, ob sich der Einsatz von Geothermie an iIhrer Adresse lohnt . 

    Link zur Übersichskarte 

    Geothermie - Gibt es Nutzungseinschränkungen? 

    Link zur Karte der Nutzungseinschränkungen  (Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie)

    Auf dieser Seite können Sie durch Eingabe einer Adresse prüfen, ob an der angegebenen Adresse Nutzungseinschränkungen für Geothermie bestehen. 

    1. Bitte geben Sie ihre vollständige Adresse in die Suchmaske ein. 

    2. Eine Legende zur Karte können Sie im Bereich links über die Symbole öffnen. 

    GeoBerichte 24

    Thema: Erdwärmenutzung in Niedersachsen.  GeoBerichte 24

    Schwerpunkt dieses Leitfadens sind die fachlichen und rechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung und den Betrieb von Erdwärmesonden, Erdwärmekollektoren oder Erdwärmebrunnensystemen zum Entzug von Wärme aus dem Boden bzw. aus dem Grundwasser sowie den Eintrag von Wärme.

    GeoBerichte 5

    Thema: Erstellung von Planungsgrundlagen für die Nutzung von Erdwärmekollektoren. GeoBerichte 5

    Die GeoBerichte 5 bezieht sich hauptsächlich auf horizontale Erdwärmekollektoren im oberflächennahen Untergrund.